Feldkirchen-Westerham – Die ab dem Herbst zu erwartenden Anmeldezahlen bei den Kindergärten in Feldkirchen-Westerham lagen dem Haupt- und Finanzausschuss zur Sitzung auf dem Tisch. Demnach sind alle Einrichtungen ausgelastet, ob kommunale, kirchliche oder private. Auch die fünf Tagesmütter daheim haben volle Stuben.
Im Einzelnen: Die drei Gruppen des Kindergartens am Bucklberg in Feldkirchen sind mit 75 Belegungen voll. Auch die 24 Kinderkrippenplätze im selben Haus sind belegt. Fast dramatisch ist die Situation in Höhenrain. „Ohne die Einrichtung einer weiteren Krippengruppe und ohne Erhöhung der Platzzahlen können nicht alle Kinder untergebracht und betreut werden“, sagt die Verwaltung. Vorgeschlagener Ausweg: Der Gemeinderat möge 15 weitere Plätze anerkennen und bei der Kirchenverwaltung nachfragen, ob sie der Gemeinde nicht den Jugendraum zur Verfügung stellen kann. Auch im Kindergarten und in der Kinderkrippe an der Miesbacher Straße in Westerham (Ki-West) sind alle Plätze belegt. Gleiches gilt für den zweigruppigen Kindergarten an der Höhenkirchner Straße in Westerham. Der Antrag an das Landratsamt, in diesem Haus eine Krippengruppe einrichten, wurde schon am Jahresanfang gestellt. Bis auf drei von 35 Plätzen ausgebucht ist der Waldkindergarten in Vagen. Eine ähnliche Situation herrscht beim Pfarrkindergarten Vagen: 75 Mädchen und Buben und kein einziger freier Platz. Der 50 Jahre alte katholische Pfarrkindergarten in Feldkirchen steht derzeit leer, denn er wird dem Erdboden gleichgemacht und weicht damit einem Neubau. Die Kinder sind in die Pavillons am Mareisring umgezogen. Auch die personelle Ausstattung genügt nach Aussage der Verwaltung dem gesetzlich vorgeschriebenen Stellenplan nicht mehr. Deshalb sollen zwei weitere Erzieherinnen und vier Kinderpfleger eingestellt werden. Wie soll es weitergehen? Die Stellungnahme der Verwaltung zum Thema war eindeutig: Um den Anspruch der Eltern sowie der Kinder ab vollendetem ersten Lebensjahr zu entsprechen, sind die Erweiterungen, wie vorgetragen, zwingend notwendig.
Der Haupt- und Finanzausschuss empfahl denn auch einhellig angesichts der sich zuspitzenden Situation dem Gemeinderat, die Aufstockung von Personal und Betreuungsplätzen zu beschließen.