Bad Aibling – Den Baufortschritt auf der Laborbaustelle schaute sich die Vorsitzende des Aiblinger Fördervereins „Ukao – Aufwärts“ jüngst bei einer kurzen Reise nach Kathmandu selbst an, „Im September war es noch ein Reisfeld, jetzt ist es eine Großbaustelle und vielleicht kann schon im Mai die Arbeit im Labor beginnen“, so Dr. Weber-Keller nach einem Gespräch mit dem künftigen Laborleiter Surya Kunwar.
Das Gebäude wird in erdbebenverträglicher Bauweise errichtet, wie sie auch bei der Oberschule in Jethal zum Einsatz kam: aus Stahlträgern, und Fertigbauteilen; nur die Sockel werden gemauert. Der Grundriss sieht folgende Räumlichkeiten vor: Empfang, Wartebereich, Toiletten, Analyseräume, einen Raum für Physiotherapie, ein Bereich für liegepflichtige Patienten und später sogar für eine Dialyse-Möglichkeit. In der oberen Etage werden die Fachärztinnen für Kinderheilkunde (mit Schwerpunkt Kinder-Neurologie) und Nierenheilkunde ihre Praxen beziehen. Auch ein Herzspezialist hat sich bereits um Eingliederung beworben.
So wird aus der Idee von Dr. Weber-Keller und Deepak Bhandari aus Nepal mit der Zeit eine richtige Klinik. Und wenn das Projekt für die Stiftung „Klinikpartnerschaften“ ausgewählt wird, können noch in diesem Jahr Laborspezialisten und die Ärztinnen nach Bad Aibling kommen und bei den hiesigen Kollegen hospitieren.
In Jethal läuft der Schulbetrieb indes ungestört weiter, obwohl laut Dr. Weber-Keller alle ganz aufgeregt sind über den Schnee. „Die Weiler liegen zwar auf Berghängen, die bis auf 2800 Meter Höhe ansteigen. Aber dass es dort schneit oder gar Schnee liegen bleibt, ist sehr ungewöhnlich“, so die Vorsitzende. Der in Bad Aibling gut bekannte Schulleiter Yug Shrestha schickt deshalb nach Abreise der Vorsitzenden viele Fotos, die die bedeckten Häuser und die verschneite Straße zeigen. Und er bedankt sich bei den großzügigen Helfern von „Ukalo“, die seinen Schülern das Lernen in warmen Räumen ermöglichen.
Im April wird eine Gruppe von „Ukalo“-Freunden nach Kathmandu fliegen und sich selbst ein Bild von den geförderten Projekten machen. Vielleicht können sie dann schon die Eröffnung des Labors feiern. Genau vier Jahre nach den beiden Erdbeben, die die Gründung von „Ukalo – Aufwärts“ zur Folge hatten.