Sedanstraße: Parken weiterhin wie bisher

von Redaktion

Die Stellplätze in der Sedanstraße von der Nord- auf die Südseite verlegen? „Sinnvoll“, sagt die Bauverwaltung. „Bringt nichts“, meinte der Bauausschuss. Nach kurzer Diskussion stand fest: Alles bleibt, wie es ist.

Bad Aibling – Die Bauverwaltung hätte sich eine Verbesserung der Verkehrssituation in der Sedanstraße versprochen, wenn man die Parkplätze dort von der Nordseite nach Süden verlegt hätte. Grund: „Es fließt mehr Verkehr von der Frühlingstraße in Richtung Bahnhofstraße als umgekehrt. So bleiben auf der Südseite Autofahrer häufig verbotswidrig stehen, um in den dortigen Geschäften schnell etwas zu erledigen“, so Thomas Gems vom städtischen Tiefbauamt.

Würden die Parkplätze nun auf dieser Seite errichtet – was laut Gems auch Kunden der dort gut besuchten Geschäfte und der Bankfiliale entgegenkäme – könne man zugleich auch Abstellmöglichkeiten für Fahrräder schaffen.

Aktuell befinden sich auf der Nordseite acht markierte Parkplätze sowie ein gepflasterter Parkbereich vor der Hausnummer 2. Während Letzterer erhalten bleiben würde, könnten auf der Südseite neun Parkplätze angelegt werden, so Gems. Zugleich würde der Parkscheinautomat auf diese Seite hin versetzt werden.

„Solch ein Vorgehen erschließt sich mir keinesfalls“, meinte dazu Rudi Hofschneider (SPD). „Das sorgt nur für neue Kosten, wenn man den Straßenbelag wieder aufreißt. Das steht in keinem Verhältnis dazu, dass man einen Parkplatz hinzugewinnt.“ Auch auf der anderen Seite gebe es schließlich Geschäfte, gab Hofschneider zu bedenken. Verbotswidrig würde seiner Meinung nach teilweise wohl auch in Zukunft geparkt.

Auch Kirsten Hieble-Fritz (ÜWG) erklärte, keinen großen Sinn in einer Parkplatzverlegung zu sehen. Verbotswidriges Verhalten von Autofahrern hüben wie drüben können ihrer Meinung nach für solche eine Maßnahme nicht ausschlaggebend sein.

Die ÜWG-Rätin wies zudem darauf hin, dass auch in der Lindenstraße im Osten und in der Maillinger Straße im Westen der Sedanstraße die Parkplätze auf der Nordseite angebracht sind. „Überall ist dort rechts vor links, und ein Zickzackkurs, den wir bei einer Verlegung der Parkplätze dann bekämen, wäre mehr als ungünstig.“ Für Heidi Benda (GOL) ist es der falsche Weg, „demjenigen, der mit dem Auto in die Stadt fährt, auch noch den Parkplatz bequem herzurichten“.

Für die vorgeschlagene Verlegung hingegen stimmte Josef Schmid (CSU): „Auf der Südseite gibt es viele Geschäfte, die stark frequentiert sind, auf der Nordseite hingegen kaum. Außerdem sind dort vier Ausfahrten, die die Situation unübersichtlich machen.“

Letztlich lehnte der Bauausschuss die Verlegung mit 3:8 Stimmen ab.

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