Kematen – So bunt wie der Herbst präsentierte sich der Hoagascht der Dettendorfer Saitenmusi unter dem Motto „Guad gsunga und gspuit“ im Gasthaus Weingast in Kematen. Das Zitat stammte vom verstorbenen Bürgermeister Hans Schönauer aus Irschenberg, der als langjähriger Moderator die seit 1998 stattfindende Kulturveranstaltung mit heiteren Anekdoten und Sprüchen bereicherte. Rosmarie Rauscher musste nun in sehr großen Fußstapfen seine Nachfolge antreten. Sie bestand ihre Feuertaufe als neue Moderatorin hervorragend.
Als „Moar-Zwoagsang“ glänzten Rosmarie und Martin Rauscher – begleitet von Ziacherer Bene Mies aus Nußdorf – mit heiteren Couplets.
Auch das Publikum wurde zum Mitsingen angeregt und eingebunden. Neben dem Couplet-Duo aus Gottschalling wartete der Gastgeber in seiner typischen Tobi-Reiser-Stubenmusikbesetzung mit den Brüdern Emil und Peter Stahl, Irmgard Engelsberger, Carmen Steinfink und Vroni Sewald mit flotten, aber auch sanften und melancholischen Weisen auf. Dazu hatte er noch drei weitere hochkarätige Vertreter gepflegter alpenländischer Volksmusikkultur für ein abwechslungsreiches, buntes Programm um sich versammelt.
In den goldenen Oktober hinein geleiteten die Stimmen vom „Zeitlang Gsang“ mit den Schwestern Franziska und Regina Kolb aus Wiechs und Markus Kratzer aus Eben in Pongau. Das Trio, für seine musikalischen Leistungen bereits mehrfach ausgezeichnet, überzeugte mit Liedern und Jodlern.
Flott, heiter und beschwingt gastierten die „Hoisn Buam“ Matthias Kink und Klaus Steinberger als Ziacherer-Duo aus Schweigfeld bei Kematen.
Mit einer Abwechslung aus Weisenklängen und Tanzbodenfegern machten die „Nüchternbrunner Musikanten“ auf sich aufmerksam. Das Quintett trägt den Namen ihrer kleinen Wallfahrtskapelle der „Schmerzhaften Muttergottes“ mit Klause „Nüchternbrunn“ am Taubenberg in der Gemeinde Warngau. pes