Basilika ist fertig: „Kommt und seht!“

von Redaktion

Wiedereröffnungsfeier in Tuntenhausen am 24. November mit Kardinal Marx

Tuntenhausen – Sechs Jahre ist es her, dass die frohe Botschaft in Tuntenhausen ankam: Der Freistaat Bayern beteiligt sich zu 50 Prozent an den Sanierungskosten der Wallfahrtsbasilika. Im Frühjahr 2016 begannen die Arbeiten. Drei Jahre später – am 24. November 2019 – wird die Tuntenhausener Wallfahrtsbasilika wieder eröffnet. Und zum Fest des Tages erklingt auch die neue Orgel.

Frohe Botschaft aus dem Innenministerium

Im September 2014 überbrachte der bayrische Innenminister Joachim Herrmann bei der Herbstwallfahrt des katholischen Männervereins die frohe Botschaft, dass sich der Freistaat zur Hälfte an der Sanierung der Basilika beteiligt. „Eine Kirche, die mit Stahlseilen zusammengehalten wird und den Eindruck erweckt, bald zusammenzufallen, ist kein schöner Anblick“, meinte Joachim Herrmann damals und hatte im gleichen Atemzug auch schon die Lösung auf der Hand: Beginn der Sanierungsarbeiten an der Wallfahrtsbasilika voraussichtlich im Frühjahr 2016.

7,9 Millionen Euro Sanierungskosten

Seitdem wurde gehämmert, gestrichen und geputzt, waren Statiker, Maler, Maurer und Zimmerer am Werk (wir berichteten). Im Laufe der letzten Monate wurde mit Hochdruck gearbeitet. Nun endlich erstrahlt der Innenraum der Kirche in neuem Glanz. Der Investitionsrahmen wurde eingehalten. Insgesamt kostete die Sanierung 7,9 Millionen Euro. 3,74 Millionen Euro davon kommen vom Freistaat, weitere 1,3 Millionen Euro aus einem Denkmalpflege-Fonds des Wissenschaftsministeriums.

Das Erzbischöfliche Ordinariat bringt 4,16 Millionen Euro auf und die Pfarrei rund 230000 Euro.

Wer die restaurierte Wallfahrtsbasilika heute betritt, wird stauen, denn es ist ungewohnt, dass ihr Deckengewölbe nun nicht mehr farbig akzentuiert ist wie bisher, sondern ganz in Weiß gehalten wurde. „So war es damals beim Bau der Kirche im Jahr 1629“, erläutert Pfarrer Bruno Bibinger.

Nun wirkt der Raum viel heller, luftiger und ergibt mit den Votivbildern und den prachtvollen Altären ein ungemein harmonisches Bild. „Die Resonanz auf den hellen Innenraum war bisher recht positiv“, betont Bibinger. Der Raum erscheint nun viel größer und eindrucksvoller.

Bald kann das Gotteshaus seiner ursprünglichen Bestimmung übergeben werden. Schon seit Palmsonntag wurden in der Kirche wieder Gottesdienste gefeiert. Allerdings noch mit einem komplett eingerüsteten Innenraum. Nicht schön anzuschauen, aber wenigstens stand das Kirchenschiff wieder für den Gottesdienst zur Verfügung. „Denn der Umweg nach Ostermünchen war doch sehr beschwerlich“, meinten viele Pfarrbürger. Froh sind auch die vielen Wallfahrtsgruppen, die nun wieder zu den Wallfahrtsgottesdiensten nach Tuntenhausen kommen können.

„Mit großer Freude dürfen wir nun endlich zur Wiedereröffnung unserer Wallfahrtsbasilika nach Tuntenhausen einladen“, frohlockte dieser Tage Pfarrer Bruno Bibinger.

Für ihn und die Pfarrgemeinde ist dies nach der mehrjährigen Renovierung ein besonderes Fest, da zu diesem Anlass auch die neue Orgel geweiht wird. „Rund 18 Jahre hat es seit der Gründung des Orgelbauvereins gedauert, ehe wir unser neues Prachtstück bekommen haben“, erinnert Bibinger. Die Orgelbaufirma Linder aus Nußdorf hatte damals den Auftrag für ein neues Orgelwerk im bleibenden historischen Orgelprospekt erhalten.

Neu sind auch
Orgel und Ambo

Momentan werden noch die letzten Votiv- und Wallfahrtsbilder nach Restaurierung und Reinigung in der Kirche angebracht. Außerdem bekommt Tuntenhausen auch einen neuen Ambo, der zusammen mit einem Chorpodest den liturgischen Altarraum abrundet. Die Fertigstellung der Wallfahrtsbasilika nimmt Bibinger auch zum Anlass, den vielen Helfern für ihre großen Mühen zu danken: dem Orgelbau- und Renovierungsverein, der Kirchenverwaltung, dem Pfarrgemeinderat und den vielen anderen Ehrenamtlichen. „Alle haben bei diesem großen Projekt mitgeholfen. Allen gebührt unser großer Dank“, so der Pfarrer.

Ein Festtag für die
Pfarrei und den Ort

Zum Festgottesdienst am 24. November um 10 Uhr kommt auch Erzbischof Reinhard Kardinal Marx nach Tuntenhausen. Gegen 12 Uhr ist ein gemeinsames Mittagessen geplant. Um 15 Uhr sind Interessenten zur Kirchenführung eingeladen. Um 16 Uhr findet ein Orgelkonzert und um 19.15 Uhr eine Dankandacht statt.

„Die Feier der Wiedereröffnung wird ein Festtag für die Pfarrei und den ganzen Ort“, freut sich Bibinger. Dazu sind alle Bürger eingeladen, gemäß dem Motto der Feierlichkeiten aus dem Johannesevangelium: „Kommt und seht“.

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