Bad Aibling – Mit seinem Ferienprogramm kann sich Bad Aibling sehen lassen. Das bestätigten zum einen die Zahlen, die der damit beauftragte Verein Fokus-Familiennetzwerk in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses präsentierte, und zum anderen die lobenden Worte der Kommunalpolitiker. Fokus-Vorsitzende Sandra Schönberger und Hans-Joachim von Oertzen gaben den Ausschussmitgliedern unter Vorsitz von Bürgermeister Felix Schwaller einen Überblick über den Verlauf des Ferienprogramms 2019.
Über 100
Angebote offeriert
Bereits am Jahresanfang hatten hierzu die Vorarbeiten begonnen – mit Vorkalkulation, Abstimmungen mit Ämtern, Nachbarn und Anbietern sowie Koordination der Termine und der Räumlichkeiten. Es gab reichlich zu tun, bis das Programm mit weit über 100 Angeboten stand. In diesem Jahr erhöhte man die Auflage des Programmheftes sogar auf 1500 Stück, berichtete die Vorsitzende. Positiv wertete sie die in diesem Jahr reduzierten Telefongespräche: „Viele Anmeldungen und Nachfragen liefen heuer über E-Mails“, betonte Schönberger. Durch die Umstellung auf SEPA-Zahlung verlief auch die Ferienpassausgabe wesentlich reibungsloser als bisher. „Wir hatten fast keine Warteschlangen bei der Passausgabe“, freute sich Hajo von Oertzen, da die Barzahlung wegfiel.
Stolze 127 Kurse konnte man 2019 letztlich auf die Beine stellen, 107 kamen am Ende zustande. Damit liegt man in etwas auf dem Niveau des Vorjahres (129/ 118). Bemerkenswert auch, dass es wieder 39 Kurse gab, die kostenfrei waren. Besonders erfreulich seien auch wieder die Teilnehmerzahlen gewesen. 530 (Vorjahr 520) Kinder nahmen teil, davon sechs Prozent aus Fremdgemeinden. Die „Renner“ waren die Nachtwanderung, das Baggern, die Roboterwerkstatt, der Fahrrad-Geschicklichkeitsparcours und das Lasertag-Game. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer betrug gut acht Jahre. Mit integriert waren dabei auch Kinder mit Einschränkungen oder Behinderung. Dass alles so reibungslos „Hand in Hand“ gelang, dafür dankte Schönberger der Stadt Bad Aibling und dem Bauhof, den Anbieten und den freiwilligen Helfern sowie den Schulen und Vereinen. „Eine professionelle Durchführung“, bescheinigte Stefan Schlier (CSU) den Organisatoren und stellte heraus, dass man sich trotz des hohen Niveaus noch immer verbessert. Dieter Bräunlich (ÜWG) bedankte sich für das „Superangebot“ und konstatierte, „das Ferienprogramm ist seit vielen Jahren eine Erfolgsgeschichte“.
Eine kurze Diskussion drehte sich dann darum, ob man in Zeiten des Internets 1500 Broschüren braucht oder nicht. „Für Kinder ist es gut, ein Heft in der Hand zu haben“, meinte Sandra Schönberger. Petra Keitz-Dimpflmeier (SPD) pflichtete ihr bei. Ein weiterer Diskussionspunkt war die Parteiwerbung beim Ferienprogramm. Bei zwei Gegenstimmen beschloss man, dass künftig eine offensichtliche Werbung auf Veranstaltungen des Ferienprogrammes nicht stattfinden darf. ws