Nachruf

von Redaktion

Au – Edeltraud Baumann verstarb nach schwerer Krankheit im Alter von 81 und hinterlässt eine große Lücke bei ihrem Mann Konrad sowie Tochter Christine und Sohn Matthias samt Familien. Eine große Trauergemeinde gab der Verstorbenen, angeführt von der Auer Musi, das letzte Geleit. Den Trauergottesdienst umrahmte der Auer Kirchenchor, dem Edeltraud Baumann über viele Jahre angehörte, zwischendurch erklangen sanfte Harfenklänge von Wolfgang Kupferschmied.

„Was einer ist, was einer war, beim Scheiden wird es offenbar.“ Das Zitat stammt von Schriftsteller Hans Carossa und gab Pfarrvikar Tivadar Jasura Anlass in seiner Predigt an markanten Stationen eines bewegten Lebensweges Halt zu machen. Edeltraud Baumann kam als älteste Tochter der Familie Luzie und Otto Surma am 29. April 1938 im heutigen Ruda in Oberschlesien zur Welt. Ihr Vater war Soldat im Zweiten Weltkrieg. Nach abenteuerlichen Wegen fanden Mutter, Edeltraud und ihre 1944 geborene Schwester mit dem Vater in Bad Aibling zusammen.

Vater Otto baute sich in der Kurstadt als gelernter Sattler und Tapezierer eine neue Existenz auf und Tochter Edeltraud arbeitete als Einzelhandelskauffrau im väterlichen Betrieb.

Ihr Glück fürs Leben fand sie beim Tanzen in Bad Aibling. Dabei lernte sie ihren „Koni“ Konrad kennen. Beide schlossen 1964 den Bund der Ehe. Vier Jahre verbrachte das Paar in Aschaffenburg, wo Konrad als Lehramtsanwärter tätig war. Mit der Versetzung 1967 von Konrad an die Verbandsvolksschule in Kematen begannen für Edeltraud die herrlichen Jahre in Au. Die Familie wohnte im ehemaligen Auer Feuerwehrhaus, 1981 wurde ein Eigenheim gebaut.

Ihre Liebe zum Garten veranlasste sie 1989 zum Beitritt in den Obst- und Gartenbauverein Au-Dettendorf und sie war darin über zwei Amtsperioden als Kassierin und als wertvolle Stütze tätig.

Sehr am Herzen lagen ihr Heimat, Kultur, Brauchtum und Tradition: So war sie 31 Jahre lang Mitglied beim Trachtenverein „Immergrün“ Au bei Aibling. Zuverlässigkeit und Tatkraft bewies sie etwa bei den Waldfesten in der Küche sowie bei Vereins- und Festveranstaltungen. pes

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