Kematen – Das Kartenspiel „Schafkopf“ wird nicht nur in Bayern gespielt –sondern auch in den Vereinigten Staaten von Amerika. Dies bestätigte Erin Barrett aus Wisconsin. Die 22-Jährige ist derzeit im Rahmen eines Austauschprogramms an der Realschule Bruckmühl und an der Mittelschule Heufeld als Fremdsprachenassistenzkraft.
Die Studentin wohnt derzeit in Au bei Bad Aibling und nutzte die Gelegenheit einer Einladung des Schafkopfexperten Johann Geiler. So konnte sie beim letzten Schafkopfturnier für Senioren in der Gemeinde den Spielern in die Karten schauen.
Mitkarteln durfte sie allerdings nicht. Der Grund: Sie hat das Mindestalter von „60+“ noch nicht erreicht. Deshalb durfte sich nur zuschauen. Trotzdem glänzten ihre Augen beim Blick über die Kulisse mit 56 Teilnehmern, die an 14 Spieltischen im Gasthaus Weingast in Kematen, mit Trümpfen in der Hand einen Nachmittag verbrachten.
Erstaunt war Erin Barrett von der Besetzung mit vier Kartenspielern an einem Tisch. „In meiner Heimat ist das offene Spiel mit drei oder auch fünf Partnern üblich.“ Dafür gäbe es ähnliche Spielvarianten wie „Spiel“, „Wenz“, „Solo“, „Tout“ und andere Punkte fördernde Trumpfspiele. Vergleichbar unverändert, so Barrett, seien Kurzweile und Spannung.
Für diese sorgte das Spielerquartett mit Wolfgang Heller aus Au als Tagessieger auf der Liste seines Spieltischs. Zweiter wurde Wolfgang Bucher aus Eulenthal vor Otto Langwieder. Den Schneiderpreis gewann Albert Wieninger und den Damenpreis Erika Weiß.
Unter dem Motto „Trumpf sticht“ trifft sich die Generation „Ü60“ am Freitag, 20.Dezember, zur nächsten Senioren-Schafkopfrunde im Gasthaus Weingast in Kematen. Weitere Schafkopfturniere stehen an den Freitagen, 24. Januar, 21. Februar und 20. März auf dem Programm. Eingeladen sind Frauen und Männer aus der Gemeinde. Gestartet wird um 14 Uhr. Startgebühr wird nicht erhoben. Weitere Auskünfte erteilt Bepperl Forster unter Telefon 08064/782. pes