Ostermünchen – Bei der Aufstellungsversammlung der Wählergruppe „Die Liste 83104“ für die Bürgermeister- und Gemeinderatswahl wurde der 32-jährige Verwaltungsbeamte Marcus Straßer aus Ostermünchen mit nur einer Gegenstimme zum Bürgermeisterkandidaten gewählt. Straßer, verheiratet und Vater von zwei Kindern, ist parteilos und als juristischer Sachbearbeiter beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd tätig.
Er warb in seiner Bewerbungsrede dafür, Tuntenhausen moderner und bürgernäher aufzustellen und den Informationsfluss für Bürger und auch Gemeinderäte zu verbessern. Als Bürgermeister möchte er insbesondere die Herausforderungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, demografischer Wandel, zeitgemäße Verkehrskonzepte, Förderung von Wirtschaft und Landwirtschaft und regionaler Nahversorgung aktiv angehen.
„Wohnraum muss mehr am Bedarf orientiert auch für Senioren, sozial Schwache und Single-Haushalte geschaffen werden“, so Straßer. Hier sei die Gemeinde gefordert, selbst aktiv zu werden oder bei größeren Bauvorhaben über städtebauliche Verträge Abhilfe zu schaffen. Weiter sieht er Handlungsbedarf bei der Wiederbelebung der Ortskerne und Wirtschaften. „Soziale Teilhabe muss wieder an Treffpunkten in den Orten wie Wirtschaften, Cafés, Spielplätzen und Ortszentren stattfinden. Ein Seniorentag im Jahr ist hier eindeutig zu wenig“, so der Kandidat. Durch die Vermarktung regionaler Produkte in bestehenden Geschäften, Dorfläden oder auf Wochenmärkten sieht Straßer zudem die Chance, Produzenten, Verbraucher und Nachhaltigkeit unter einen Hut zu bringen.
Auch ohne den Haushalt übermäßig zu belasten, sieht er durch die Bereitstellung von Informationen und Hilfen das Potenzial, gerade im Bereich der Nachhaltigkeit einiges zu bewegen.
Verkehrsthemen
fest im Blick
Zudem hat der Ostermünchner den Verkehr im Blick. Mit barrierefreien Wegen, autofreien Schulbereichen und einem längst überfälligen Radwegekonzept ließe sich der Individualverkehr reduzieren. Auch sollten alternative Antriebsquellen durch entsprechende Lade-/Tankmöglichkeiten vor Ort gestärkt werden. „Ohne Auto geht´s bei uns auf dem Land nicht, aber Alternativen werden nur genutzt, wenn wir sie in brauchbarer Form anbieten“, resümiert Straßer.
Insgesamt hat er die Vision, dass Tuntenhausen ein bayerisches Leuchtturmprojekt für eine bürgernahe und bürgerorientierte, transparente und zukunftsweisende Kommunalpolitik werden kann.