Bad Aibling – Vor 50 Jahren hatten sich Konrad und Maria Gartmeier in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt das „Ja-Wort“ gegeben. Getraut wurde das Paar damals vom Geistlichen Rat Anton Pfäffl. Hans Holzner, mittlerweile ebenfalls Geistlicher Rat und Pfarrer im Ruhestand, war zu dieser Zeit junger Kaplan in Bad Aibling. Gerne kam er nun dem Wunsch des Jubelpaares nach, an gleicher Stelle einen Dankgottesdienst zu zelebrieren.
Es gab auch Schicksalsschläge
Musikalisch begleitet wurde dieser von der „Sunnabankal-Musi“ und von Konrad Liebscher an der Orgel. In einer sehr persönlich gehaltenen Ansprache bescheinigte der Geistliche dem Ehepaar, nicht nur seit 50 Jahren füreinander da zu sein, sondern auch aus dem Glauben heraus gelebte Werte an die beiden Töchter Hildegard und Evi mit deren Familien weitergegeben zu haben.
Pfarrer Holzner segnete den Ehebund nun erneut und überreichte anschließend das Glückwunsch-Schreiben von Kardinal Marx nebst einem „guten“ Tropfen Rotwein.
Einander zur Seite zu stehen war und ist Maria und Konrad Gartmeier wichtig, Blieben sie doch trotz einer harmonischen Ehe auch von Schicksalsschlägen nicht verschont. So musste Konrad, der auf dem Ziegler-Hof in Bad Aibling geboren und aufgewachsen ist, schon im Alter von 50 Jahren seinen Beruf als Elektromeister aufgeben, bedingt durch einen schweren Unfall, den er im Einsatz mit der Feuerwehr erlitten hatte.
Schon zu diesem Zeitpunkt engagierte er sich in vielfältiger Weise ehrenamtlich. Alle Ämter aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, unter anderem saß er von 1974 bis 2014 für die CSU im Stadtrat. Zudem ist das Aiblinger Vereinsleben ohne Konrad Gartmeier und seine Frau, die aus Otterfing stammt und mit Mädchennamen Killer hieß, nicht vorstellbar.
32 Jahre war der Goldhochzeiter Vorstand der „Edelweißer“-Trachtler und während dieser Zeit auch im Gauausschuss vertreten, dazu lange Jahre Vorstand der „18er-Gemeinschaft“, der Verbindung der Trachtenvereine des Altlandkreises Bad Aibling.
Konrad ist in
vielen Vereinen aktiv
In vielen weiteren Vereinen ist er nicht nur zahlendes Mitglied, sondern war und ist in führenden Positionen tätig. Die Gründung des Musikfördervereins ist ihm zu verdanken, bei den Gebirgsschützen ist er Gründungsmitglied und organisiert bis heute deren kirchliche Veranstaltungen, ist dort Ehrenmitglied und rückt noch als Salutschütze aus.
Als Sänger und Musikant (unter anderem Mitbegründer der „Sundergauer Sänger“) ist er dafür prädestiniert.
Auch der Skiclub und die DAV-Sektion Ortsgruppe Bad Aibling können sich nach wie vor auf ihn verlassen. Die Pflege Städtepartnerschaft mit Cavaion war und ist ihm darüber hinaus ein besonderes Anliegen. Die Faschingsgilde Bad Aibling hat er einst mitgegründet und ist derzeit deren Senatspräsident.
Einander immer unterstützt
Bei all seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten hielt ihm „Goldbraut“ Maria, von allen Freunden und Bekannten wird sie meistens mit ihrem zweiten Rufnamen Luise angesprochen, stets den Rücken frei und unterstütze ihn auch tatkräftig, wo es nötig war.
Da sie nun seit einigen Jahren gesundheitlich arg beeinträchtigt ist, kehrt sich das nun um und sie wird liebevoll von ihrem Gatten um- und versorgt.
„Mei, jetzt bleibt halt fast alles an mir hänga, aber i mach des selbstverständlich gern“, so ihr Gatte, der nicht nur aus diesem Grund schon vor einigen Jahren damit begonnen hat, sich von einigen seiner zahlreichen Posten und Pöstchen zu trennen.
1969 hatten Konrad und Luise Gartmeier, die sich bei der Hochzeit des „Sonnenhof-Bauern“ kennengelernt hatten, zur weltlichen Feier unter der Regie von Hochzeitslader Bertl Heigl ins Aiblinger Kurhaus eingeladen. Diesmal ging es mit Verwandtschaft und Freunden zum „Wirt“ nach Mietraching, wo sich neben Bürgermeister Felix Schwaller auch der Trachtenverein Edelweiß zum Gratulieren einfand.