Vagen – Vagen ohne die Holzfigur der schmerzhaften Mutter Gottes? Unvorstellbar. Sie gehört einfach zum Ort – und das seit Generationen. Jetzt ist sie wieder da, hängt am Boschnhaus. Vier Wochen war ihr Platz verwaist. Der Grund: Die Figur musste restauriert werden.
Figur für
Vagener erhalten
„Aufgrund der Marien-Darstellung wird angenommen, dass die Figur ursprünglich vermutlich an einem Feldkreuz unter dem gekreuzigten Heiland angebracht war. Ihre Entstehung wird auf Anfang des 18. Jahrhunderts geschätzt“, so Hans Eham vom Planungsteam des Vagener Boschnhauses.
Da die Vagener Holzfigur seit vielen Jahren unter anderem der Witterung ausgesetzt war, war jetzt eine Restaurierung dringend nötig. Schließlich sollte sie auch für die nachfolgenden Vagener Generationen erhalten werden.
Deshalb hatte der Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Vagen-Mittenkirchen nach Abschluss der Umbau- und Sanierungsarbeiten des Boschnhauses beschlossen, die fachgerechte Restaurierung auf den Weg zu bringen.
Eine Restaurationswerkstatt in Gaißach hatte dafür die Arbeiten zu einem Preis von 1500 Euro übernommen. In dieser Fachwerkstatt wurden unter anderem eine randgenaue bildhauerische Ergänzung vorgenommen, die Schrift wieder hergestellt, die Fassung gereinigt und konserviert, flächigen Fehlstellen erneuert, das Schwert wieder erstellt sowie die Befestigung erneuert – damit sie auch fest steht.
Die Gemeinde Feldkirchen-Westerham unterstützte das Projekt und übernahm ein Drittel der Kosten. Jetzt konnte die Marien-Figur-Darstellung, als Zeugnis der religiösen Frömmigkeit und der Volkskultur, von Hans Eham und Klaus Anderl, zwei Wegbereitern des Boschnhaus-Umbaus, wieder an der Ostseite des denkmalgeschützten Hauses über dem umlaufenden Altan angebracht werden.