Feldkirchen-Westerham – Jetzt ist es beschlossene Sache: Im Rahmen des sogenannten Einheimischen- und Sozial-Modells werden die Baugrundstücke im Kleinfeld in der Vagener Au mit einem Nachlass von 60 Prozent auf den amtlichen Bodenrichtwert verkauft. In Zahlen: Die infrage kommenden Bewerber zahlen anstatt 850 Euro lediglich 340 Euro (40 Prozent) pro Quadratmeter. Diesen Beschluss fasste jetzt der Gemeinderat gegen die Stimmen der Grünen und der SPD.
Die Ausschreibung der ersten fünf der insgesamt neun Grundstücke beginnt am 13. Januar. Mittlerweile ist auch die „Georg-Bichler-Straße“ fast vollständig fertig gestellt. Diese Kosten in Höhe von einer halben Million Euro müssen von den künftigen Besitzern der preislich günstigeren, als auch von denen getragen werden, die privat erworben haben.
Zwischen 254 und
633 Quadratmetern
Christiane Noisternig (CSU) war der Ansicht, dass bei künftigen Einheimischen- und Sozial-Modellen die Größe der Grundstücke kleiner zugeschnitten werden sollten. In der Vagener Au hat die kleinste Fläche eine Größe von rund 254, die größte dagegen 633 Quadratmeter. „Diese ungünstige Aufteilung der Fläche ist der Grund für unsere Ablehnung“, sagte SPD-Sprecher Heinz Oesterle auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen.
Dieser Ansicht ist indirekt auch die Rathausverwaltung. Ihre Stellungnahme dazu ist: „Aufgrund der derzeit hohen Bodenrichtwerte (850 Euro) und der damit einhergehenden Grundstückspreise wird es immer schwieriger, Grundstücke, sowie dann das Gebäude zu finanzieren.“ Josef Hupfauer (Freie Wähler Feldolling) hat dazu eine geteilte Meinung. „Wer etwas besser verdient, scheidet unfreiwillig aus diesem Programm aus.“