Sorge um Brandschutz

von Redaktion

Pfarrkindergarten Vagen: Kommune zahlt 220000 Euro

Feldkirchen-Westerham – Muss der katholische Pfarrkindergarten in Vagen zugesperrt werden? Zumindest für den Zeitraum, in dem die geplante Brandschutzmaßnahme ansteht? „Gesetzt den Fall, der Kindergarten müsste vorübergehend geschlossen werden, dann wüssten wir nicht, wo wir die Kinder unterbringen sollen“, sagte Rathauschef Hans Schaberl (FW) bei der Gemeinderatssitzung. Aber so weit soll es nicht kommen, man gehe davon aus, dass der Tagesablauf des dreigruppigen Kindergartens, den 75 Mädchen und Buben besuchen, nicht gestört werde.

Kosten betragen

330000 Euro

Aber von vorne: Der Gemeinderat war sich schnell einig. Die Sanierung des Pfarrkindergartens in Vagen dulde keinen Aufschub. Die Verbesserung des Brandschutzes und der Akustik kostet rund 330000 Euro. Zwei Drittel davon, also 220000 Euro, übernimmt die Kommune Feldkirchen-Westerham. Dieser Baukostenzuschuss wurde vom Gremium ohne Gegenstimme befürwortet. Rathauschef Hans Schaberl: „Sicherheit ist das oberste Gebot.“

Bei einer amtlichen Feuerbeschau wurden im Februar 2018 „erhebliche und bereichsübergreifende Mängel“ entdeckt. Aufgrund dessen wurde eine ganzheitliche, brandschutztechnische Untersuchung des Gebäudes veranlasst. Das Ergebnis dieser Brandschutz-Beurteilung wurde vom Ingenieurbüro an den Sachaufwandsträger, den Pfarrverband Bruckmühl-Vagen, im Sommer 2018 übermittelt.

Im Mai 2019 stellte die Katholische Kirchenstiftung Herz Jesu beziehungsweise der Kita-Verbund Bruckmühl einen Antrag auf finanzielle Beteiligung der Gemeinde. Daraufhin war Rathauschef Hans Schaberl vor Ort – „da habe ich eine Kostenrechnung angefordert“. Aber warum hat es so lange gedauert? Schaberl: „Gefahr war nicht in Verzug, sonst hätten wir gleich zusperren müssen.“ Es wurden aber sofort Maßnahmen ergriffen, so wurde die Ruhegalerie geschlossen, „was den Kindergartenbetrieb erheblich einschränkt“.

Obendrein ergab die raumakustische Analyse, dass die Soll-Werte in allen Funktions- und Gruppenräumen deutlich überschritten werden – kurz: es ist zu laut. Auch das soll verbessert werden. Wann die Maßnahme starten soll, steht noch nicht fest.

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