Bruckmühl – Im Rahmen der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates hatte sich das Plenum auch mit den Themen Brandschutz und energetische Sanierung der Heufelder Dreifachturnhalle zu beschäftigen. Letztlich billigte das Kommunalplenum die dafür erforderlichen Finanzmittel in Höhe von 1,89 Millionen Euro.
Gleichzeitig betraute es die Gemeindeverwaltung, die entsprechenden Beauftragungen für die diversen Leistungsphasen mit den Fachplanern in die Wege zu leiten und die Gewerke auszuschreiben.
Blick in Kosten- und
Maßnahmenkatalog
Bereits im Juni vergangenen Jahres erhielt die Verwaltung den Auftrag, zusammen mit den Fachplanern, einen Kosten- und Maßnahmenkatalog für die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen und energetische Sanierung zu erstellen.
„Jetzt kann ich Ihnen die Ergebnisse der Untersuchungen vorstellen“, begann Bernd Krist, Gemeinde-Fachbereich Immobilienwirtschaft und Wirtschaftsförderung, seinen detaillierten Sachvortrag. Nachdem derzeit nur für die Umkleiden im Untergeschoss eine Lüftungsanlage vorhanden ist, muss für den Tribünen- und Hallenbereich eine weitere Anlage eingebaut werden. Dafür ist ein Anbau an der Südost-Seite der Dreifachturnhalle notwendig.
Als Grundlage für die Größenordnung der Lüftungsanlage wurde in enger Kooperation mit Fachplanern, Prüfsachverständigen sowie Hallennutzern (Sportvereine und Schulen) ein „normaler Durchschnittsbetrieb“ von 500 Personen veranschlagt. Seltene Einzelveranstaltungen mit bis maximal 800 Personen können mit einer Überwachung durch eine so genannte CO2-Ampel und Fensterlüftung bewerkstelligt werden.
Ein weiterer zeitintensiver Kraftakt wird nach Aussage von Krist das Schließen der Hallendecken-Öffnungen sein. Dafür muss der gesamte Hallenboden mit Vlies und Holzplatten geschützt und ein Gerüst unter den Bereichen der Beleuchtung aufgestellt werden. Letztere werde dann samt Lautsprecher ausgebaut und die verbleibenden Deckenlöcher anschließend wieder mit Trockenbau verschlossen. Diese Arbeiten sind nur mittels Querlüftung und Absaugung möglich, da sich in der Zwischendecke Mineralwolle befindet. Neu verbaut wird dann eine dreistufige LED-Beleuchtung.
Zu den weiteren Maßnahmen zählen unter anderem die Errichtung einer Notleiter mit Zugangsmöglichkeiten von außen in den Dachboden für die Feuerwehren und Wartungsfirmen, der Austausch von Brand-, Rauch- und Fluchtwegtüren, die Reduzierung der Brandlast im Dachboden, der Austausch der Sicherheitsbeleuchtungsanlage, Einbau einer eigenen Brandmeldeanlage und Erweiterung der bestehenden Überwachung.
Notwendig sind auch der Ausbau der Lautsprecheranlage, der Anschluss der Trennvorhänge auf eine unabhängige Stromversorgung sowie der Umbau der Trinkwasserinstallation wegen möglicher Verkeimung durch Legionellen sowie der Umbau der Heizungsverteilung für den Anschluss der Lüftungsanlage.
Nach Aussage der gemeindlichen Verwaltung belaufen sich die Gesamtkosten auf 1,89 Millionen Euro. Die Arbeiten sind in der Zeit von 1. Juni bis 30. September 2020 geplant. „Bei gutem Baufortschritt kann die Sporthalle eventuell schon nach den Sommerferien wieder benutzt werden“, zeigte sich Krist optimistisch. Einstimmig billigte der Gemeinderat dann die Maßnahmen samt Recherche-Auftrag an die Gemeindeverwaltung für etwaige Zuschussmöglichkeiten.