Feldkirchen-Westerham – Kommt das Beschaffen von bezahlbaren Wohnungen in der Gemeinde Feldkirchen-Westerham nur kurzzeitig ins Stocken oder gar längerfristig zum Erliegen? Müssen sich die vielen Wohnungssuchenden aus der Gemeinde woanders umschauen? Was ist schiefgelaufen bei der beabsichtigten Wohnbebauung des mehr als 8000 Quadratmeter großen Grundstücks an der Ollinger Straße in Feldkirchen?
Zum ursprünglichen
Konzept zurück
Die offizielle und aktuelle Sachlage lässt laut Sitzungsvorlage des Gemeinderates den Verdacht aufkommen, dass die Zusammenarbeit mit der „Bayernheim“, einer Bauträgergesellschaft des Freistaates Bayern, nicht den erhofften Vorstellungen entsprechen würde. Darauf deutet auch die Beschlussvorlage hin: „Der Gemeinderat beschließt aufgrund des derzeitigen Sachstands weitere Verhandlungen mit der Bayernheim einzustellen.“ Diesem Beschluss stimmten 22 Räte zu – zwei waren dagegen.
Jetzt sind die Christsozialen aktiv geworden. Aus einem Schreiben an den Bürgermeister Hans Schaberl (parteilos) geht hervor, dass nach Ansicht der CSU-Fraktion „die Verhandlungen mit der „Bayernheim“ als gescheitert angesehen werden müssen“. Gegen weitere Verhandlungen mit der „Bayernheim“ würden sprechen: Über ein Jahr Stillstand, deren Wunsch nach einem städtebaulichen Wettbewerb zur Klärung des Baurechts, die Dauer der gesamten Maßnahme mit drei bis fünf Jahren, die Unwägbarkeiten einer Umsetzung mit Erbbaurecht.
Dem gegenüber schlägt die CSU-Fraktion vor: Zurück zum ursprünglichen Konzept mit der Bebauung eines Drittels der Fläche für gemeindeeigene Wohnungen –vorrangige Vergabe an Mitarbeiter der Gemeinde sowie Gemeindebürger mit geringem Einkommen. Zwei Drittel an einen Investor verkaufen (mit Auflagen) Mehrgenerationenhaus und Eigentumswohnungen in verschiedenen Größen. Jetzt erst einmal steht wieder alles auf Anfang.
Fraktionen beraten
nun Alternativen
Dieses 8000-Quadratmeter-Grundstück liegt ortsnah im Osten von Feldkirchen, könnte komplett erschlossen und relativ unproblematisch an die Ollinger Straße angebunden werden. Erworben hat es die Gemeinde im Tauschverfahren in der Amtszeit des damaligen Bürgermeisters Bernhard Schweiger. Laut Schaberl soll innerhalb der Fraktionen beraten werden, wie es jetzt weitergehen soll. Schaberl: „Sie sollen einen Weg finden, damit das Gremium einen Weg finden kann.“