Marinus Mayr, den im Dorf alle Wonga Marini nannten, ist jetzt im Alter von 77 Jahren verstorben. Er war zeitlebens ein lebensbejahender Mensch, der sich trotz seiner Krankheit, die ihm in der letzten Zeit sehr zusetzte, immer wieder in den Alltag zurück kämpfte.
Pfarrvikar Tivadar Jasura zelebrierte den Trauergottesdienst in der Korbinianskirche in Dettendorf, die bis auf den letzten Platz und darüber hinaus gefüllt war. Er brachte zum Ausdruck, dass die Familie nicht alleine ist. Die vielen Trauergäste zeigten die hohe Wertschätzung, die Mayr zeitlebens und darüber hinaus genießen durfte. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Trachtenkapelle Dettendorf umrahmt.
Marinus Mayr wurde am 26. September 1942 als zweites Kind des Ehepaars Mayr in Dettendorf geboren. Er ging in Berbling zur Schule und machte eine Lehre zum Mechaniker. Von 1971 bis zu seinem Ruhestand arbeitete er beim Haushamer Frischbeton, erst als Lkw-Fahrer, später als Disponent.
1963 heiratete er Inge Gottwald aus Litzldorf, aus dieser Ehe gingen die Söhne Andreas und Marinus hervor. Die Familie war ihm immer das Wichtigste, so waren ihm auch seine fünf Enkel und zwei Urenkel stets eine Freude. Mayr war ein sehr naturverbundener Mensch, der viel in den Bergen unterwegs war, aber auch sein heimischer Garten machte ihm viel Freude, seine Dahlien am Zaun waren ein Blickfang auf dem Weg durch Dettendorf.
Mit Leib und Seele war der er Trachtler, jedes Trachtenfest marschierte er mit, 17 Jahre lang war er Jugendleiter beim Trachtenverein Edelweiß Dettendorf-Kematen und anschließend lange Jahre im Ausschuss.
Der Verein hat ihm viel zu verdanken und so verliehen sie ihm 2011 die Ehrenmitgliedschaft, ebenso erhielt er vom Gauverband I das goldene Gauehrenzeichen für besondere Verdienste.
Anschließend an den Seelengottesdienst bewegte sich ein langer Trauerzug zum Familiengrab am Dettendorfer Friedhof. Angeführt von der Trachtenkapelle Dettendorf, den Fahnenabordnungen vom Trachtenverein und der Feuerwehr. Viele Trachtler sowie Feuerwehrkameraden folgten ihren Fahnen und begleiteten so Mayr auf seinem letzten Erdenweg. Der Sarg wurde von den Nachbarn getragen und vier Schalkfrauen gaben ihm die ehrenvolle Begleitung.
In den bewegenden Nachrufen bedankten sich der Gartenbauverein, die Feuerwehr und der Trachtenverein für die jahrelangen Vereinszugehörigkeiten und Aktivitäten. Der Wonga Marini sollte stets ein Vorbild für die ganze Dorfgemeinschaft sein. Er war ein Mann, der nicht nur wusste was zu tun ist, er handelte auch danach, ohne großes Aufsehen zu machen.