Nachruf

von Redaktion

Bad Feilnbach – Groß war die Trauergemeinde, die in Bad Feilnbach Abschied von Josef Eder nahm. Daran wurde auch deutlich, wie sehr sich Josef Eder, bekannt unter dem Namen „Eder Kramer“ zu Lebzeiten in die Ortsgemeinschaft eingebracht hatte.

Pfarrer Ernst Kögler fasste das Leben und Wirken des Verstorbenen in seiner Ansprache zusammen: Geboren wurde er 1947 als drittes Kind von Johann und Anna Eder in Feilnbach. Durch den frühen Tod seines Vaters half er schon bald im elterlichen Kramerladen mit, wodurch er als der „Eder Kramer“ bekannt wurde. Nach der Volksschule und einer Maurerlehre in einem Feilnbacher Betrieb wechselte er später zur Gemeinde Bad Feilnbach, wo er bis zum Eintritt in die Rente als Klärwärter arbeitete.

„Als Feilnbacher Urgewächs kennen sie ihn alle und verbinden mit ihm viele Erlebnisse und gemeinsame Wege“, so Kögler in seiner Predigt.

Wertschätzung brachte Sepp Eder seine aktive und zuverlässige Mitgliedschaft in verschiedenen Ortsvereinen ein. Er war Mitglied im Theater- und Trachtenverein, bei der Feuerwehr und beim Veteranenverein wurde er für seinen aktiven Dienst und seine 35-jährige Tätigkeit als Fähnrich zum Ehrenmitglied ernannt.

Dem Glauben war der passionierte Wallfahrer fest verbunden. Besonders die Muttergottes in Altötting und die Wallfahrtskirche in Birkenstein besuchte er, solange es ging, zu Fuß. Später fuhr er mit dem Auto, um bei der Wallfahrt dabei zu sein.

Über viele Jahre lang rückte er überdies mit der Böllerkanone zu kirchlichen Anlässen und Beerdigungen aus und begleitete damit ehrenvoll viele Verstorbene.

Verwandte, Freunde und die Kameraden der Ortsvereine begleiteten den Eder Kramer zu seiner letzten Ruhestätte im Friedhof in Lippertskirchen.

Die Vertreter der Vereine, Bürgermeister Anton Wallner und Pfarrer Kögler würdigten seine Verdienste um die Ortsgemeinschaft: „Selbst in seinen letzten Tagen hat er weniger sich auf sich geachtet, sondern das Wohl der anderen im Blick gehabt“. kok

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