Tuntenhausen – Fünf Interessenten haben sich in der Gemeindeverwaltung um eine Trägerschaft für den neu entstehenden Kindergarten in Tuntenhausen beworben. Dazu gehört die Kita Nano GmbH, die auch den Waldkindergarten in Tuntenhausen betreibt. Außerdem bewarb sich die Katholische Pfarrkirchenstiftung St.-Johann-Baptist Beyharting, in deren Trägerschaft bereits das Haus für Kinder „Klostermäuse“ in Beyharting und der Kindergarten in Ostermünchen sind. Zudem zeigten das BRK, die Kinderzentrum Kunterbunt gGmbH aus Nürnberg und die Kind und Beruf gGmbH aus Stuttgart Interesse. In der Diskussion plädierten die Gemeinderäte dafür, vor allem Trägern mit Erfahrungen in der Gemeinde eine Chance geben zu wollen. Damit waren die „Fremden“ aus Nürnberg und Stuttgart aus dem Rennen. Das Bayerische Rote Kreuz betreibt im Landkreis Rosenheim zwar noch keine Kindereinrichtungen, dafür aber im Landkreis Ebersberg. Diese Referenz erkannten die Gemeinderäte an und entschieden einstimmig, dass die Nano GmbH, der Katholische Kita-Verbund und das BRK ihre Konzepte für die Tuntenhausener Kindereinrichtung in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen vorstellen dürfen. Erst danach wird die Entscheidung fallen, wer der neue Träger sein soll.
Nach Informationen von Bürgermeister Georg Weigl strebt die Gemeinde an, auch mit dem neuen Träger eine Vereinbarung zur Defizit-Übernahme abzuschließen. Werden derzeit Defizite erwirtschaftet, übernimmt die Gemeinde bislang 80 Prozent und der Träger 20 Prozent. Zudem soll in der Vereinbarung mit dem künftigen Träger auch verankert sein, dass die Gebühren für alle Kindereinrichtungen im Gemeindegebiet gleich sind.