2400 Zuzügler in drei Jahrzehnten

von Redaktion

Bürgerversammlung Investitionsbedarf geht auf Entwicklung zurück

Bad Feilnbach – Ein durchwegs positives Bild der Gemeinde Bad Feilnbach zeichnete der Bürgermeister von Bad Feilnbach Anton Wallner (CSU) bei der Bürgerversammlung. Hierzu trügen neben dem gemeindlichen Leistungsspektrum mit zahlreichen hohen Investitionen in die Infrastruktur vor allem das rege und vielseitige Vereinsleben mit einem enormen ehrenamtlichen Engagement bei.

Einwohnerzahl
stark gestiegen

Vor knapp 100 Besuchern legte das Gemeindeoberhaupt den Schwerpunkt seiner Ausführungen auf die derzeit laufenden und künftig geplanten Investitionsvorhaben. Dieser enorme Investitionsbedarf sei zu großen Teilen auf die gestiegene Einwohnerzahl zurückzuführen. In den letzten 30 Jahren habe die Einwohnerzahl um 2400 Personen zugenommen; das entspreche in etwa der aktuellen Einwohnerzahl von Au.

Dementsprechend sei auch der Bedarf an Kindergarten- und Kinderkrippenplätzen gestiegen. Zu den beiden kirchlichen Kindergärten in Bad Feilnbach und Au und den vier gemeindlichen Kindergärten in Derndorf, Bad Feilnbach, Au und Dettendorf werde derzeit der Gemeindekindergarten in Derndorf um zwei Gruppen erweitert.

Angedacht sei die Schaffung zusätzlicher Räume für Kindergarten und Krippe im ehemaligen BayWa-Gebäude in der Bahnhofstraße in Bad Feilnbach sowie eine Erweiterung des gemeindlichen Kindergartens in Au. Erschwert würden die Planungen durch den vom Staat neu eingeführten Einschulungskorridor. Werden vom Alter her grundsätzlich schulfähige Kinder kurzfristig vom Schulbesuch zurückgestellt, verbleiben sie wider Erwarten im Kindergarten und werfen die Kalkulation über den Haufen.

Im Kindergartenbereich habe man heuer noch alle angemeldeten Kinder unterbringen können; bei den Krippenplätzen lag der Bedarf allerdings über den vorhandenen Plätzen. Für das nächste Kindergartenjahr sei sogar von vier fehlenden Krippengruppen auszugehen.

Im Schulbereich sei zwar von keinen gravierenden Änderungen der Schülerzahlen auszugehen. Der Gemeinderat habe mit dem Festhalten am Schulstandort Au und der Entscheidung zugunsten einer Generalsanierung aber ein klares Signal zugunsten wohnortnaher Bildungseinrichtungen gegeben.

In diesem Zusammenhang rechtfertigte Wallner auch, dass der Gemeinderat der Generalsanierung den Vorzug vor einem Neubau gegeben habe. Im Falle eines Neubaus hätte – so der Bürgermeister – allein rund eine Million Euro für eine übergangsweise Auslagerung der Auer Schulklassen ausgegeben werden müssen. Die Sanierungslösung biete darüber hinaus den Vorteil, dass die ursprünglich großen Schulräume erhalten werden konnten. Wallner bezifferte die tatsächlich zu erwartenden Baukosten mit rund 6,35 Millionen Euro.

Mehrkosten durch gestiegene Preise

Darin seien Mehrkosten aufgrund gestiegener Baupreise mit 350000 Euro enthalten, was rund ein Drittel der gesamten Mehrkosten bedeute. Ein weiteres Drittel sei durch zusätzliche Arbeiten wie Erweiterung der Freianlagen, Verbreiterung der Zufahrtsstraße und statische Maßnahmen angefallen und ein letztes Drittel sei letztlich dem Umbau geschuldet.

Für die digitale Ausstattung der Schulen Bad Feilnbach und Au seien in zwei Paketen rund 180000 Euro an Investitionen vorgesehen, die, so Wallner, allerdings mit maximal 90 Prozent förderfähig seien. Voraussetzung für eine staatliche Förderung sei das Vorliegen eines Medienkonzepts.

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