Interview mit Hannah Brinkmann, „Bufdi“ bei der DLRg

von Redaktion

Frau Brinkmann, wie kam es zu dem Projekt, nun auch an Kindergärten über das richtige Verhalten am und im Wasser aufzuklären?

Bisher waren wir von der DLRG an den Grundschulen unterwegs. Aktuell mache ich meinen Bundesfreiwilligendienst bei der DLRG und lege hier nun den Grundstein zu dem Projekt an den Kindergärten. Das möchte ich später dann ehrenamtlich fortführen.

Woran orientieren Sie sich dabei?

Es gibt einen Leitfaden des Dachverbands für das Projekt, aber vieles ergibt sich dann auch vor Ort aus der Interaktion mit den Kindern.

Was ist ihre Motivation?

Die Zahl der Kinder, die bundesweit ertrinken, ist immer noch zu hoch. Doch sie ist seit dem Start des Projektes für Vorschulkinder zurückgegangen. Wir wollen sie spielerisch an die Bade- und Eisregeln heranführen. Ich möchte den Kindern den Spaß am Wasser nicht nehmen, sondern sie eben auf die Gefahren aufmerksam machen. Es ist nicht einfach, hier die Waage zu finden, aber wir – meine Helfer und ich – geben unser Bestes.

Wie erleben Sie die Reaktionen der Kinder?

Die Reaktionen sind immer sehr motivierend. Am Ende verstehen sie total, worauf wir hinaus wollen. Das merkt man beispielsweise bei dem Puppenspiel oder wenn Maskottchen Nobbi, die tollpatschige Robbe, alles falsch macht. Da wissen die Kinder nach unserer Schulung genau, wo und wann sie ,Stopp‘ rufen müssen und wie man sich eigentlich dann richtig verhält.

Und es bleibt die Hoffnung, dass sie das auch bis zum nächsten Badeausflug verinnerlichen?

Natürlich. Jedes Kind bekommt am Ende auch einen Wasserball geschenkt. Damit haben wir das richtige Verhalten geübt. Die Kinder wissen nun, was zu tun ist, wenn der Ball etwa aufs Wasser hinaustreibt: Nicht hinterherspringen, sondern raustreiben lassen. Und gleichzeitig jemanden von uns verständigen oder einem Erwachsenen Bescheid geben, damit man nicht vergeblich nach einem Menschen sucht, der möglicherweise zu dem Ball gehört und verschwunden ist.

Gehen Sie mit Ihrem Projekt an alle Kindergärten?

Wenn es gewünscht wird, dann kommen wir.

Interview: Eva Lagler

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