Bruckmühl – Mit dem Titel „Umweltschule in Europa“ wurden jetzt die Staatliche Realschule und das Gymnasium in Bruckmühl vom Bayerischen Kultusminister Michael Piazolo ausgezeichnet. „Es ist beeindruckend, mit wie viel Einsatz und Eigeninitiative ihr Verantwortung für unsere Zukunft übernehmt“, lobte er die Schüler.
Lebensraum Mangfall an der Realschule
Die Realschule Bruckmühl durfte erstmalig diese Auszeichnung entgegennehmen. Während des Schuljahres wurden zwei große Projektthemen umgesetzt. Unter dem Motto „Insekten – wir schaffen Lebensräume“ wurden unter anderem Insektenhotels gebaut und bienenfreundliche Pflanzen gepflanzt. Das Thema „Wasser – Lebensraum Mangfall“ wurde jahrgangsstufenübergreifend behandelt. Neben Vorträgen und Versuchen der älteren Schüler für die Jüngeren fertigten die Schüler Modelle, erstellten Lapbooks und eine Umweltzeitung. Die Ergebnisse konnten anschließend in einer Ausstellung bewundert werden. Den Höhepunkt bildete eine gemeinsame „Ramadama“-Aktion, bei der der Mangfalldamm gesäubert wurde.
Zum fünften Mal ausgezeichnet
Bereits zum fünften Mal wurde das Gymnasium Bruckmühl als Umweltschule ausgezeichnet. Hier ist der Umweltschutz im Schulalltag schon verankert. „Wir verwenden Fair-Trade-Produkte, in der Mensa gibt es ,gute‘ Schokolade“, im Lehrerzimmer Gepa-Produkte und in der Chilleria Bio-Lebensmittel“, erklärt Karen Stahl, Umweltbeauftragte am Gymnasium. Zudem versuchen Schüler und Lehrer, Auto- und Busfahrten zu vermeiden. Fächerübergreifend gehören Unterrichtsgänge in die Natur an der Mangfall oder in den Wald hinter der Schule dazu. Der Erlös aus Pfandflaschen hilft Kindern in Indien. Der Wahlkurs Schulgarten lässt den Parkplatz und die Mauer ergrünen. „Und auch Tiere gehören zur Schule, die Fische in den Aquarien, die wandelnden Blätter oder die Schulhunde Lucky und Luna“, so Stahl.
Zum Volksbegehren gestalteten die Schüler Informationstafeln zum Thema Bienen, Insekten und Artenvielfalt.
Upcycling
und „Ramadama“
In der „Woche der Nachhaltigkeit“ finden viele kleine Projekte statt. Mit dem „Upcycling“ beschäftigten sich die Schüler im Kunstunterricht und in zahlreichen Projekten. Schon zum dritten Mal in Folge wählte jede Klasse am Anfang des Schuljahres zwei Umweltscouts, die darauf achten, dass im Klassenzimmer auf Mülltrennung und Energiesparen geachtet wird. Zudem werden die Umweltscouts auch außerhalb des Klassenzimmers immer aktiver, denn auch das „Ramadama“ an der Mangfall, am Kanal und an den Höglinger Seen sowie den Uferbereichen gehört dazu.
Umweltscouts
sind Multiplikatoren
In diesem Jahr wurden die Umweltscouts zu „Gerechtigkeits-Botschaftern“ ausgebildet, und gaben das Wissen an ihre Klassen weiter. Und natürlich beteiligten sich die Bruckmühler auch an Fridays for Future. „Wie sehr der Umweltgedanke schon bei unseren Schülern angekommen ist, zeigen unsere Projekttage“, berichtet Umweltbeauftragte Julia Forster. „Es gab immerhin zehn Projekte zum Schutz der Artenvielfalt sowie zum Vermeiden und Beseitigen von Müll.“ Für das Frühjahr gibt es schon neue Ideen – so das Pflanzen von Bäumen in Bruckmühl.