Bad Aibling – Seit 2013 darf sich Bad Aibling „Fairtrade-Stadt“ nennen und das Prädikat „Fairtrade“ erhielt 2016 auch die Wilhelm-Leibl-Realschule. Viel hat sich in diesen Jahren getan, was fair gehandelte Waren, aber auch zahlreiche Projekte an der Schule angeht. Das ist den Schülern und Lehrern wichtig. Denn Fairtrade steht für stabile Löhne, eine Prämie für Gemeinschaftsprojekte und das Verbot der Diskriminierung.
Beim jüngsten Projekt an der Schule wiesen Anita Fuchs und Elisabeth Geßner von der lokalen Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Bad Aibling unter anderem auf die Beteiligung der Realschüler an der Veranstaltung „Weltreise zu Fairtrade-Produzenten“ als Multivisionsvortrag am Aiblinger Gymnasium hin.
„Außerdem haben die Schüler einen Flyer als ,FairFührer‘ durch die Fairtrade-Stadt Bad Aibling gestaltet“, berichteten sie. Einen weiteren Aspekt sprach Bürgermeister Felix Schwaller an: „Wenn wir fair gehandelte Artikel in den Produktionsländern einkaufen, unterstützen wir die Leute vor Ort und verbessern dort die Situation des Einzelnen.“
Die Bedeutung des „Fairtrade“-Themas an der Realschule unterstreicht auch Realschulrektor Matthias Wabner, der auf den Pausenverkauf von „Fairtrade“-Produkten hinweist. Es sei wichtig, Produkte, die teurer sind, aber fair produziert werden, stärker zu bewerben, so Rektor Wabner.
Vor knapp zwei Jahren hat die Stadt beschlossen, alle städtischen Schulen nur noch mit fair produzierten und gehandelten Bällen auszustatten. Nun hat die Realschule 30 Bälle erworben, die in der Schulturnhalle übergeben wurden.
Die Bälle tragen das Logo der Schule, einen weiteren Ball mit dem Logo der Stadt hatte der Bürgermeister mitgebracht. Sportlehrer Richard Remmelberger hob hervor, dass die mit Zustimmung des Sachaufwandsträgers (Landkreis Rosenheim) gekauften Bälle über ein Unternehmen bezogen worden seien, das gewährleiste, dass die Herstellung in Pakistan nach den Standards und Kontrollsystemen von Fairtrade erfolgt. Das bedeutet, dass beispielsweise die Näher mindestens den gesetzlichen Mindestlohn erhalten.