Bruckmühl – Mit besinnlichen Worten begrüßte Pfarrer Augustin Butacu nach dem ersten instrumentalen Stück der Harthauser Bläser, „Ad Salutem“ die Besucher des traditionellen Bruckmühler Adventssingens. Das Stück klang voluminös und festlich von der Empore.
„Welch Freude“ – mit diesem Ausruf eröffneten die Harthauser Bläser das Konzert, das den Rahmen bildete um eine außergewöhnliche Weihnachtsgeschichte. Mit den Liedern „St. Johanner Hirtenmusik“ und der „Ettenberger Weis´“ vernahm man einen neuen Klang der Mühlstoa-Musi. Mit ein durch Geigen und Flöten erweitertes Ensemble, das heuer schon wie ein Orchester ertönte, unterstrich es dieses freudige Jubiläumsjahr. „O komm, o komm, du Morgenstern“ erschallte es sehnsüchtig vom gemischten Chor.
„Vor mir brauchst di net fürchtn“ sangen die wunderbar getragenen Männerstimmen des Waldheimer Viergsangs. Das Frauenensemble brachte mit dem alten traditionellen Lied „A alte Prophezeihung“ einen glockenreinen, hellen Klang als beeindruckenden Gegenpol dazu. Mit „Maria durch den Dornwald ging“ wurde dieser Part vom Flötenensemble pro musica klangvoll ergänzt.
Nach der „Rauhnacht“ – dargebracht von den Harthauser Bläsern – begann die Weihnachtsgeschichte – gefühlvoll vorgetragen von Altbürgermeister Franz X. Heinritzi und getextet von Harald Klein, einem aktiven Sänger der Chorgemeinschaft. Der Kirchenraum war von einer ergreifenden Stille beherrscht.
Die stimmungsvoll zusammengesetzten musikalischen Darbietungen mit Werken wie beispielsweise einer Weihnachts-Pastorella, Flachgauer Walzer, Allegro aus einer Violinsonate oder Ausseer Hirtenlied umrankten gekonnt diese dreiteilige Geschichte.
Mit einem gemeinsamen Stück des gemischten Chores und dem Flötenensemble pro musica sowie zwei verschiedenen Liedern verflochten, stellte Rebekka Höpfner, die Dirigentin des Chores, wieder einmal ihre Professionalität unter Beweis, diese enorme Herausforderung mit ihren Sängern hervorragend zu bewältigen. Der Andachtsjodler – von der Mühlstoa-Musi eingespielt, dann vom gemischten Chor ergänzt und mit den Zuhörern vervollständigt – läutete das Ende des stimmungsvollen Abends ein. Zum Auszug erklangen die Harthauser Bläser mit „Sol invictus“ prunkvoll von der Empore.