Willing – Einen Konzertgenuss erlebten Blasmusikfreunde bei einem Benefizkonzert im Willinger Gmoahof. In dem brechend vollen Saal gelang es Sepp Pemmerl und Susanne Tutert erneut, die Zuhörer mit einem erlesenen Programm zu begeistern. Kräftiger Applaus sowie Rufe nach Zugaben waren der Dank.
Dies galt vor allem auch dem Ensemble „Die Tonträger“ aus Bad Aibling mit seinen munteren A-cappella-Gesängen zu Beginn und am Schluss des Konzertreigens. Die Spezialität der „zusammengewürfelten“ Besetzung aus ehemaligen Mitgliedern der Formation „Naturtalent“, des Tölzer Knabenchors und der Regensburger Domspatzen mit Christian Fuhrmann, Wolfgang Mit-termayer, Anton Rinser, Blasius Niedermeier und Marcos Pineda sind Evergreens und Neuzeitliches im Stil der „Comedian Harmonists“.
Aber auch der Blasmusiknachwuchs konnte sich über reichlich Beifall freuen. Hier wurde Sepp Pemmerl als „Blechbläserschmied“ einmal mehr seinem Ruf als kompetenter Musiklehrer gerecht, gelingt es ihm doch immer wieder, Musiker für das Genre zu begeistern.
Lohn für alle Darbietungen war am Schluss ein sattes Rascheln von Geldscheinen in den bereitgestellten Körbchen. Deren Inhalt diente nicht den Interpreten, sondern kommt mit vollem Inhalt in Höhe von 475,50 Euro plus Spenden von insgesamt 1150 Euro der Aiblinger Tafel zugute. Wie der stellvertretende Vorsitzende Ulrich Sibbers betonte, benötige die Tafel immer Spenden für den Zukauf von Lebensmitteln und den Unterhalt von Fahrzeugen. Die Einrichtung sei zur wichtigen Anlaufstelle für Bedürftige geworden, deren Anzahl in den letzten Jahren sehr stark gestiegen sei.
Stolz auf ihren Nachwuchs dürfen durchaus die traditionsreichen Musikkapellen aus dem Altlandkreis Bad Aibling sowie aus dem Landkreis Rosenheim sein, die ihr Können an diesem Abend ebenfalls unter Beweis stellten. Die Musikschüler, so Pemmerl, leisten einen wertvollen Beitrag zum Erhalt des Kulturguts „Musik“ in den Blaskapellen oder Gruppierungen zur Förderung des gemeinsamen Miteinanders. Wichtige Säulen seien neben engagierten Musiklehrern die Musikmeister in den Kapellen und vor allem Eltern, die zur Sache stehen.
So begeisterten an diesem Abend die Familie Blaesig, das Quintett „Edelblech“ mit Leonhard Seiderer, Christoph Buchner, Otto Becker, Christian Zacherl und Peter Aicher, ein siebenköpfiges Ensemble aus Bad Endorf mit Sophia Schmid, Matthias Strobl, Stefan Prell, Michael und Marinus Häusler, Sebastian Dögerl und Peter Schmid ebenso wie das muntere Quintett mit den Feindler-Drillingen Theresa, Sophia und Benedikt sowie Bernadette und Korbinian Aicher.
Ein Genuss waren auch die Vorträge von Solisten, teils begleitet von Susanne Tutert, einem Duo, aber auch einem Trio wie die „Johanni-Buam“ mit Johannes Tutert (Bariton) und Johannes Kern (Steierische), begleitet von Regina Kern an der Harfe.
Applaus ernteten Ludwig Schöpf (Posaune), Richard Haas (Tenorhorn), Ludwig Waldleitner (Tuba), Maxi Wierl (Trompete), Lea Schricker (Tenorhorn) und Andreas Stadler (Bariton) sowie Konstantin Ledermann (Trompete).
Ins Staunen versetzte der siebenjährige Andreas Mayer mit einem sauberen „Jingle Bells“ als Solist an der Trompete mit Klavierbegleitung von Papa Andreas, Musikmeister und Dirigent der Willinger Musi. Ebenso weihnachtlich verzauberte das Duo Blaesig Quirin (Trompete) und Volker (Bariton).