Bruckmühl – Es war ein fraktionsübergreifendes Lob, das den Mitarbeitern der Bruckmühler Verwaltung in der letzten Gemeinderatssitzung in diesem Jahr ausgesprochen wurde. Und ein Lob für etwas, was auch 2019 noch nicht in jeder Gemeinde normal, in Bruckmühl aber selbstverständlich ist.
Genügend Zeit
zur Vorbereitung
Denn während beispielsweise die Tuntenhausener Gemeinderäte im Vorfeld ihrer Sitzungen keine Beschlussvorlagen erhalten, können sich die Bruckmühler Volksvertreter eine ganze Woche lang mit ihren bevorstehenden Beschlüssen beschäftigen – ein Wochenende eingeschlossen. „Das ist die Grundlage guter und fundierter Entscheidungen für die Bruckmühler Bürger“, betonte Robert Niedermeier, Vorsitzender der Fraktion SPD/ÜWG. Stefan Mager von den Grünen wies darauf hin, dass die Vorbereitungen „weit über das Maß“ hinausgingen.
Bürgermeister Richard Richter (CSU) blickte in seinem traditionellen Jahresbericht diesmal auf sechs Jahre gemeinsamer Arbeit zurück, denn es war auch die letzte Jahresendsitzung des aktuellen Gemeinderates. Er erinnerte an wichtige Meilensteine, darunter im Jahr 2014 die Einweihung des Mangfall-Centers als Nahversorgungszentrum für Bruckmühl und des Haltepunktes in Hinrichssegen. Im Jahr darauf fiel die Entscheidung für den Standort und den Bau des Altenheimes, wurde auch die Erweiterung der Realschule möglich. Eine besondere Herausforderung des Jahres 2016 habe die Unterbringung von 1376 Flüchtlingen dargestellt, so Richter.
2017 wurde die zweite Mangfallbrücke eingeweiht und die Justus-von-Liebig-Schule aus dem Schulverbund in die Eigenständigkeit geschickt. Die Verkehrsfreigabe der neugebauten Mangfall- und Kanalbrücke war ein 2018er-Höhepunkt. In diesem Jahr begannen zukunftsweisende Baumaßnahmen für die Heizzentrale am Wilhelm-Glaser-Weg, die zugleich das Domizil für BRK-Wache, First-Responder und Jugendtreff sein wird. Seit 2019 hat die Marktgemeinde zudem einen Bienen-Lehrstand.
„Dauerbrenner in unserer Gemeinde werden die Verkehrsströme in der Gemeinde, die Bahnhaltepunkte, die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, unser Altenheim, die geriatrische Klinik, der Umbau des Rathauses und die Energiewende bleiben“, betonte der Bürgermeister.
Er dankte den Gemeinderäten für „ihr Engagement, ihre Besonnenheit und ihre Sitzungsdisziplin“. Richter: „Es ist beeindruckend, wie sich unsere Gemeinderäte, unsere Referenten und Beauftragten im Gemeinderat und zusätzlich in ihren Fachgebieten einbringen.“ So wurden in diesem Jahr in 13 Marktgemeinderatssitzungen 236 Tagesordnungspunkte in circa 53 Stunden abgearbeitet.
„Diskussionskultur
so beibehalten“
Mit Blick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen wünschte sich Richter, dass „die gute Diskussionskultur im Gremium“ beibehalten werde. „Zur Kommunalwahl wollen wir alle zeigen, dass jede Gruppierung das richtige Angebot für den Bürger in den nächsten sechs Jahren darstellt. Mein großer Wunsch dabei ist, dass wir alle das richtige Fingerspitzengefühl bei der Themenauswahl zur Profilschärfung beweisen.“