Vagen – Auch über die Weihnachtstage legten die Theaterspieler des Vagener Trachtenvereins D’Neuburgler ihre Textbücher nicht aus der Hand, steht doch die Premiere des Stücks „Die Leiter am Kammerfenster“ von Martin Dornreiter kurz bevor.
Durch den Ausfall des Theaterspielers Georg Zistl und dessen Neubesetzung Thomas Ramthun (wir berichteten) mussten die Aufführungstermine verschoben werden.
Georg Zistl ist trotz Knöchelbruch dabei
Georg Zistl fiebert der Premiere trotzdem entgegen. „Da ich wegen meines Unfalls nicht als Schauspieler tätig sein kann, mache ich wieder meinen alten Job am Mischpult und kümmere mich um die Beleuchtung und den Ton. Deshalb bin ich selbstverständlich auch bei allen Auftritten dabei, wenn auch nur im Hintergrund.“ Ob er im Herbst auf der Bühne steht? „Dazu möchte ich mich jetzt noch nicht festlegen“, sagt er.
Aber an die nächste Saison denken die Schauspieler jetzt noch nicht –vielmehr haben sie die kommende Premiere im Blick: Die Aufregung steigt von Tag zu Tag, denn mit der heißen Probenendphase meldet sich bei dem einen oder anderen auch das Lampenfieber. „Es brennen alle dafür, endlich auf die Bühne zu kommen und zu spielen“, sagt Regisseurin Marianne Riederer. Sie freut sich auf die Aufführungen und hofft auf zahlreiche Besucher. Für die nächsten Tage sind drei Proben angesetzt, das ist die zeitintensivste Vorbereitungsphase bis zur Premiere.
Annelies Sennes
als Souffleuse
Eine wichtige Rolle im Theater übernimmt die Souffleuse Annelies Sennes, sie ist die „gute Einsagerin“ des Vagener Theaters. „Alle sollen ihren Text beherrschen, damit ich gar nicht erst gebraucht werde. Ich lese aber vorsichtshalber im Textbuch jeden Einsatz mit.“ Angesiedelt ist der Schwank in den 1920er-Jahren unter der Regie von Marianne Riederer und Stefan Engl. Das Publikum kann gespannt sein, wer da auf der Leiter „zum Fensterl’n“ emporsteigt, in wen sich die Wirtstöchter verlieben und wer da seine Hände in Liebesdingen im Spiel hat. Am 11. Januar gibt es die Auflösung.