Bad Aibling – Für manche war es bis zum Schluss der Auszählung der Stimmen eine Zitterpartie. Am Schluss stand fest: Die CSU holt 61980 Stimmen (2014 61444) beziehungsweise 33,7 Prozent (2014: 40,2) und kommt auf nur noch neun statt zehn Sitze. Neu in ihren Reihen ist der Ortsvorsitzende Dr. Thomas Geppert.
Stephan Schlier erhielt
die meisten Stimmen
Die meisten Stimmen entfielen auf Stefan Schlier 5752. Würde er in zwei Wochen zum Bürgermeister gewählt werden, rückt Dr. Ralf Freiberger wieder nach.
Die Grünen ziehen mit gleich vier neuen Gesichtern ein und lösen die ÜWG als zweitstärkste Kraft ab. Irene Durukan, Sebastian Uhl, Richard Lindl und Anita Fuchs, die bis 2014 schon einmal im Gremium vertreten war, verstärken die Mannschaft um die Stadträtinnen Martina Thalmayr und Katharina Dietel. Sie holten insgesamt 45790 (19776) der Wählerstimmen, das sind 24,9 Prozent (12,97). Wenn Bürgermeisterkandidatin Martina Thalmayr (auf sie entfielen am Sonntag 5713 Stimmen) die Stichwahl gewinnt, kommt Gerlinde Deininger hinzu.
Mit dem Verlust von zwei Sitzen geht die ÜWG in die nächste Amtszeit. Sie war vor zwei Jahren noch auf 34276 Stimmen (22,42 Prozent) gekommen. Dieses Mal waren es 25425 Stimmen (13,8 Prozent). Auf Bürgermeisterkandidat Rudi Gebhart entfielen 4255 Stimmen.
Die SPD muss nach dem Verlust zweier Mandate 2014 nun einen weiteren Sitz abgeben. Sie kam auf 23209 (25840) Stimmen, das sind 12,6 Prozent (16,9 Prozent). Mit Abstand die meisten Stimmen holte hier ebenfalls Bürgermeisterkandidatin Petra Keitz-Dimpflmeier (4028).
Für die Bayernpartei, die auf vier Prozent (3,84) und 7421 Stimmen (5867) kam, schaffte Florian Weber mit 1801 (1003) Stimmen den Wiedereinzug. Für den Bürgermeisterkandidaten Christian Hilz – er kam auf 1597 Stimmen – reichte es nicht. Die ÖDP holte 3,3 (3,7) Prozent beziehungsweise 6153 (5652) Stimmen. Sie wird von Anna Maria Kirsch, 1025 Stimmen, im Stadtrat vertreten. Erstmals zieht mit Andreas Winhart ein Vertreter der AfD in den Stadtrat ein. Der Landtagsabgeordnete holte 1865 Stimmen und lag damit noch vor dem Bürgermeisterkandidaten seiner Partei, Rainer Vieregg. Dieser verpasste mit 1671 Stimmen ein Mandat im Gremium.
FDP und Linke
bleiben außen vor
Die FDP (3512 Stimmen, 1,9 Prozent) und die Linke/ mut (1985 Stimmen, 1,1 Prozent) schafften den Einzug in den Stadtrat nicht.
Von 14755 Stimmberechtigten hatten 8654 Bürger, also 58,7 Prozent, ihre Wahlunterlagen abgegeben. Damit lag die Wahlbeteiligung um 7,65 Prozent höher als bei den Stadtratswahlen vor sechs Jahren. Die Wahlleitung verzeichnete 183973 gültige Stimmen. 209 waren ungültig.