Rosenheim/A93 – Von einer syrischen Staatsangehörigen haben Schleuser einen mittleren vierstelligen Betrag verlangt. Im Gegenzug versorgten die Schlepper die Frau für ihre illegale Reise nach Deutschland mit gefälschten Papieren, Flug- und Bustickets. Die Frau wurde von der Bundespolizei auf der Inntalautobahn nahe Kiefersfelden in einem italienischen Reisebus kontrolliert. Ihr vorgezeigter griechischer Ausweis wurde von den Bundespolizisten rasch als Fälschung entlarvt. Zudem fanden sie bei der Durchsuchung echte syrische Dokumente. Dennoch bestand die Frau zunächst darauf, Griechin zu sein. Als jedoch ein Gespräch mit einer griechisch sprechenden Beamtin fehlschlug, gestand sie schließlich, ursprünglich aus Syrien zu kommen. Eigenen Angaben zufolge erwarb die 28-Jährige ihre gefälschte Identitäts-Karte von Schleusern in Griechenland. Die gesamte Organisation ihrer Tour über Italien nach Deutschland kostete sie 5000 Euro. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter unerlaubter Einreise und Urkundenfälschung ein. Nach Abschluss musste die Frau das Land wieder verlassen und wurde den österreichischen Behörden übergeben.