Seit 1946 Tradition in Bruckmühl

von Redaktion

Vater von Altbürgermeister Franz Xaver Heinritzi begründet das Krauthobeln

Bruckmühl/Tuntenhausen – Der Vater des Bruckmühler Altbürgermeisters Franz Xaver Heinritzi war es, der 1946 die Tradition des Krauthobelns in der Region begründete. Gerade aus dem Krieg zurückgekehrt und mit der Hungersnot in den Nachkriegsjahren konfrontiert, begann er gemeinsam mit seinem Kameraden, dem Krautbauern Hans Wagner aus Ismaning, Krautköpfe und gehobeltes Kraut anzubieten. „Das Einsäuern des Krautes mit dem weißen Gold war damals die einzige Möglichkeit, Vitamine über den Winter haltbar zu machen“, erklärt sein Sohn Franz. Er hat die Tradition viele Jahre lang am Lagerhaus der Familie in Bruckmühl erhalten. Seit vier Jahren findet sie nun unter der Schirmherrschaft der Brauerei Maxlrain im Biergarten-Salettl des Braustüberls statt. Die Familien Wagner und Heinritzi sind noch immer befreundet. Heute sind es Bauer Anton Wagner und sein Sohn Michael, die den Ismaninger Kohl anbauen. Seit nunmehr 74 Jahren kommen die Krautköpfe von ihren Feldern, denn „dieses Kraut ist ganz besonders mild und bekömmlich“, schwärmt Heinritzi, der während des Krauthobelns immer mal einen frischen Strunk genüsslich knabbert. In diesem Jahr wurden acht Tonnen Weißkohl für das Maxlrainer Krauthobeln geerntet. „Jeder einzelne Kohlkopf wurde per Hand geschnitten“, würdigt Heinritzi die aufwendige Arbeit. Diesmal seien die Köpfe wieder besonders schön, lobt der Krautkenner mit einem Blick auf die dichten, knackigen Blätter.

Noch bis zum Mittwoch wird täglich von 10 bis 17 Uhr Weißkraut gehobelt. Am Ende der Aktion kommt Dänisches Blaukraut auf die Hobelmaschine.

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