Feldkirchen-Westerham – Wenn die Wohnbebauung auch in mehreren Ortschaften der Gemeinde Feldkirchen-Westerham gewissermaßen ein „Gebot der Stunde“ ist, so soll dennoch jeder Schritt genau überlegt werden. Diesen Grundsatz hat sich auch der neue Gemeinderat auf seine Fahnen geschrieben. Dem von ihm selbst gewählten Vorsatz, dass langes Überlegen und die als bestens anerkannte Planung über das gute Gelingen des Vorhabens entscheidet, will das Gremium konsequent nachkommen.
Gesamter Rat
berät Varianten
Wie ernst mit diesem Vorsatz umgegangen werden soll, zeigte sich jetzt aktuell bei der Vorstellung des Planungskonzepts „Mayr-Anger“ in Großhöhenrain. Nicht nur die Vorschläge des Planungsbüros, die der elf Mitglieder des Bauausschusses und die der Bauverwaltung allein sollen entscheiden, sondern der gesamte Gemeinderat soll in dieses Wohn-Projekt eingebunden werden. Stefan Rossteuscher vom gleichnamigen Büro in Bad Aibling stellte im Rathaus persönlich die ersten Entwürfe für diesen Bebauungsplan vor.
Erst grundsätzliche Fragen besprechen
Bevor ein Planungskonzept erstellt und an die befürwortenden Ämter verschickt werden kann, müssen grundsätzliche Entscheidungen getroffen werden. Vorrangig müssen drei Fragen beantwortet werden. Zum einen: Sollen neben den fest vorgesehenen Einfamilienhäusern Reihen- oder Mehrfamilienhäuser gebaut werden? Und wie soll dieses Wohngebiet, das am östlichen Ortsrand von Großhöhenrain parallel zu den Häusern an der Rainleiten verläuft, erschlossen werden?
Südlich in Richtung Gmeinwieser Straße oder nördlich in Richtung zweiter Sportplatz und weiter nach Thal?
Erst dann, wenn diese grundsätzlichen Fragen geklärt worden sind, soll entschieden werden, welche der Varianten des Architekten favorisiert werden soll. Von Vorteil und zugleich eine große Herausforderung ist: Das abfallende Gelände bietet in puncto Bebauung viele Chancen, das heißt aber auch, dass dies einer planerischen Weichenstellung für Großhöhenrain gleichkommen kann.