Bruckmühl – Distanz-, Wechsel- und Präsenzunterricht – diese drei Lehr-Alternativen prägen derzeit den Alltag auch an den Bruckmühler Schulen. Am Gymnasium gibt es augenblicklich nur für die 80 angehenden Abiturienten vollen Präsenzunterricht. In Abi-Pflichtfächern wie beispielsweise Deutsch werden die Schüler der Q-Phase im Hinblick auf die Corona-Abstandsregeln auf mehrere Räume aufgeteilt. Die übrigen der insgesamt 750 Schüler in 22 Klassen lernen noch immer online. „Sollte am Freitag der Inzidenzwert im Landkreis unter 100 liegen, beginnt am Montag für alle der Wechselunterricht“, erklärt Oberstudiendirektor Walter Baier. Sollte sich der Wert knapp an der 100er-Marke bewegen, entscheidet das Gesundheitsamt. Diese Entscheidung gilt dann für die ganze Woche.
Bis Ostern keine Leistungsnachweise
Aus dem Kultusministerium gebe es noch keine Entscheidung, wie die Leistungsnachweise verringert werden und wie das Schuljahr zu Ende gehen wird. „An unserem Gymnasium werden auf jeden Fall bis zu den Osterferien keine schriftlichen Leistungsnachweise erhoben“, stellt der Schulleiter fest.
Kein Distanzunterricht wird an der Holnstainer Grundschule und an ihrer Göttinger „Dependance“ mit ihren insgesamt 329 Schülern in 14 Klassen erteilt. In Bruckmühl erhalten gegenwärtig die 71 Schüler der vierten Klassen Präsenzunterricht, manche auf zwei Klassenzimmer aufgeteilt. Die 169 Schulkinder der Jahrgangsstufen eins bis drei nehmen am Wechselunterricht teil. Diese Unterrichtsform trifft in Götting nur auf die 23 Drittklässler zu, während sich die übrigen 66 Schüler – teilweise in geteilten Klassen – im vollen Präsenzunterricht befinden. „Die Öffnung der Grundschulen war für alle Bereiche sehr wichtig, ob fürs Lernen, sozial, für die Entlastung der Eltern und für die Planungssicherheit“, betont Rektorin Birgit Splett und ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir alle unsere Kinder mindestens an jedem zweiten Tag sehen.“
Im täglichen Wechsel sind an der Justus-von-Liebig-Grund- und Mittelschule in diesen Tagen die 250 Grundschüler sowie die 79 Schüler der 9. und 10. Abschlussklassen anwesend. Die Klassen fünf bis acht absolvieren ihre Schulstunden weiterhin täglich via „Homeschooling“. „Bei einer Inzidenz unter 100 wird ab der kommenden Woche dann für alle 500 Schüler in den 25 Klassen Wechselunterricht durchgeführt“, berichtet die Schulleiterin Arabella Quiram. „Schwierig ist es, wenn wir für alle Klassen gleichzeitig Wechselunterricht erteilen und dazu noch eine Notbetreuung anbieten müssen“, schildert die Rektorin.
Schulen meistern Herausforderungen
An der Staatlichen Realschule mit ihren insgesamt 598 Schülern in 24 Klassen kommen im Augenblick nur die 95 Schüler der vier zehnten Abschlussklassen in den Genuss des vollen täglichen Präsenzunterrichts. Dafür stehen genügend Räume zur Verfügung. Alle anderen Schüler lernen online. „Wenn es der Inzidenzwert zulässt, gibt es kommende Woche anstatt Distanzunterricht zumindest Wechselunterricht und für kleinere Klassen Präsenzunterricht“, kündigt Schulleiterin Andrea Ranner an. „Wir freuen uns, wenn es wieder losgeht, wenngleich die Kinder und die Lehrkräfte den Distanzunterricht großartig gemeistert haben“, unterstreicht die Realschul-Direktorin.