„Es ist eine Katastrophe“

von Redaktion

Martina Thalmayr prangert Situation für Radler an Grassinger-/Ebersberger Straße an

Bad Aibling –Als eine „Katastrophe“ bezeichnete Martina Thalmayr (Grüne) die Situation für Radler und Fußgänger an der Kreuzung Grassinger-/Ebersberger Straße in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Klimaschutz, Stadtentwicklung und Gesamtverkehrsplanung. Unter dem Punkt Verschiedenes sprach sie dieses Thema, das ihr unter den Nägeln brannte, an. Ebenso wies sie auf die Situation des Radwegs auf der Ebersberger Straße Richtung Münchner Straße an den Einfahrten der Einkaufszentren hin.

Planer stellen
Bericht im Herbst vor

„Wir müssen da ran“, mahnte Thalmayr. Sie erklärte dem Gremium auch, dass sie ihre Tochter und ihren Enkel dort nicht fahren lassen wolle, weil es einfach zu gefährlich sei. Man könne nicht warten, „bis es kracht“, erklärte sie.

Stadtbaumeister Andreas Krämer gab ihr zu „100 Prozent recht“. Die Stadt Bad Aibling habe aus seiner Sicht „viele Verkehrsprobleme“. Und er ergänzte: „Wenn wir nichts tun, haben wir ein richtiges Problem.“

Er erklärte auch, dass „daran gearbeitet wird. Im Oktober nehmen wir uns diese Stelle vor.“ Aber was heißt das konkret? Ein Zwischenbericht des aktuellen Verkehrskonzepts für die Stadt soll im Oktober seitens des Ingenieurs Dr. Reinhold Baier im Ausschuss „Klimaschutz, Gesamtverkehrsplanung und Stadtentwicklung“ vorgestellt werden, so Krämer auf Anfrage des Mangfall-Boten. Baier ist Büroinhaber des Büros für Stadt- und Verkehrsplanung – BSV aus Aachen.

Er und sein Team sind seit mehreren Jahren für die Erstellung von Verkehrskonzepten für Bad Aibling verantwortlich, teilt Krämer mit. Unter anderem war Baier auch für die Planung der Nordumgehung und für das Verkehrsmodell am Marienplatz zuständig. Auch Thomas Gems, Leiter der Fachabteilung Tiefbau, gab Thalmayr in der Sitzung recht – dass es dort dringend notwendig sei, aktiv zu werden. Er erklärte aber auch, dass in Bad Aibling an vielen Stellen einfach der Platz fehle.

Verkehr nimmt weiter zu

„Bad Aibling ist überdurchschnittlich beliebt“, teilt Bauamtsleiter Andreas Krämer mit. Durch den vermehrten Zuzug entstehen laut Krämer zwangsläufig mehr Fahrbewegungen. Die Verkehrszahlen liegen beispielsweise im Bereich der Kirchzeile mittlerweile zwischen etwa 18000 und 20000 Fahrzeugen pro Tag, welche über den „Minikreisel“ am Marienplatz fahren.

Hinzu komme der vermehrte Verkehr von Lastkraftwagen und landwirtschaftlichem Verkehr, so Krämer. Durch die neuen Baugebiete „Harthausen-Ost“ und „Ellmosener Wies“ werden laut Krämer künftig die Harthauser- und Ellmosener Straße zusätzlich belastet, was wiederum Auswirkungen auf die Innenstadt habe.

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