Spinatgnocchi im Wasserkocher

von Redaktion

Einblicke ins Innenleben der 2021er bei Abiturfeier des Bruckmühler Gymnasiums

Bruckmühl – Indoor-Zeremonie statt Freiluft-Feier. Auf den ersten Blick und angesichts des dann doch unverhofft herrlichen Sonnenwetters am Freitag war die Entscheidung für die Verleihung der Abitur-Zeugnisse in der regensicheren Sporthalle des Gymnasiums Bruckmühl die zweitbeste. (Nachher ist man ja immer schlauer.)

Dennoch fand auch der Abschied des „zweiten Corona-Jahrgangs“ 2021, der wie schon sein Vorgänger im letzten Jahr unter AHA-Auflagen und Hygiene-Konzept stattfinden musste, einen würdigen Rahmen. 74 junge Damen und Herren beschlossen ihre Schulzeit am Bruckmühler Gymnasium im Mangfalltal.

Gottesdienst in Herz-Jesu-Kirche

Den Auftakt – einen ökumenischen Abschluss-Gottesdienst in der Bruckmühler Herz-Jesu-Kirche – gestalteten die Abiturienten mit ihren Religionslehrern traditionell selbst.

Das Thema: „Hoffnung“ – in Bibel-Texten und Fürbitten beleuchtet, wurde klanglich umrahmt von Orgelspiel (Sarah Haas) und Gesangseinlagen (Josephine Schönacher, Regina Reichhart und Christina Maier), unterstützt vom Lehrer-Sextett beim „Irish Blessing“-Segen.

Den anschließenden Festakt auf der Konzert-Bühne, die vom AK Technik erstmalig in die Sporthalle platziert worden war, eröffnete Georg Kellerer mit einem Tango auf dem Akkordeon. Schulleiter und Bigband-Leader Walter Baier begrüßte folglich die Festgäste mit einem erleichterten „Endlich wieder Musik!“.

Bürgermeister Richard Richter (Bruckmühl) und Dritter Bürgermeister Josef Hupfauer (Feldkirchen-Westerham) sprachen Grußworte. Für den Elternbeirat wünschte Brigitte Schaffer dem Jahrgang 2021, „die eigene Melodie im Leben“ zu entdecken.

Die Schüler-Rede hielten Luis Jesse und Liam Kawa, beide gaben humorvolle Einblicke ins Innenleben des Jahrgangs 2021 – „Tatort Kollegstufenzimmer: Spinatgnocchi im Wasserkocher zubereiten? Keine so gute Idee!“.

Auch wenn durch zermürbende Lockdown-Zeiten und nervenaufreibenden Distanzunterricht vergleichsweise wenig gemeinsame Zeit in der Schule verbracht werden konnte – fürs Leben gelernt wurde offensichtlich doch so einiges, und mit kleinen Vitus- Humpel-Geschenken für ihre Lehrer – besonders ihren scheidenden Oberstufen-Betreuer Lothar Blum – zeigte dieser Jahrgang sich überaus sympathisch und charmant-versöhnlich nach herausfordernden Monaten. Ein Blick auf hervorragende Leistungen: In einem „Lady-First“-Quartett durften sich Carolin Dieges (Durchschnitt: 1.0), Korbinian Steinsailer, Vitus Humpel und Leonhard Salmen (alle 1.1) über Traumergebnisse freuen. Insgesamt schafften heuer 25 von 74 Absolventen und Absolventinnen eine „1“ vor dem Komma.

Beeindruckende Spitzenleistungen

Dazu gab es beeindruckende Spitzenleistungen in den Einzelfächern. Vitus Humpel (Mathematik und Physik), Tobias Fuchs (Musik), Mirijam Bergdoll (Deutsch), Carolin Dieges (Französisch), Laura Horniak (Englisch) und Leonard Salmen (Latein) schrieben „Einser“ in den Naturwissenschaften, in den Fremdsprachen und im Bereich „Literatur und Musik“.

Direktor Walter Baier weitete in seiner „Ende gut, alles gut?“-Rede den Blick. Sein Dank ging zunächst an die Begleiter auf dem Weg, namentlich die Eltern sowie die Lehrerinnen und Lehrer, bevor er sich ein letztes Mal an seine Schützlinge wandte. „Prüfungen und Noten hintangestellt: Was war wirklich bedeutsam für euch in den acht Jahren hier?“ Akademische Leistungen seien natürlich weiterhin Kerngeschäft im Gymnasium, doch echtes Lebensglück und Sinnstiftung sei, so Baier, nicht an Komma-Stellen gebunden. „Steht auf und geht mutig euren Weg, auch abseits ausgetretener Pfade!“

Musikalisch prägten diese Abschlussfeier Tobias Fuchs am Tenor-Saxofon, das Duo Christina Maier und Valentina Magdic (Gesang und Klavier) sowie Laura Horniak mit einem Gesangsmedley, begleitet von Jakob Buxot am Klavier.

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