Bad Aibling – Corona prägte auch heuer die Abschlussfeierlichkeiten an der Bad Aiblinger Realschule: Jede Klasse wurde daher einzeln verabschiedet. Los ging die Feier in der Turnhalle, die musikalisch von Franziska Stadler umrahmt wurde. Dann ergriff Rektor Matthias Wabner das Mikrofon: „Der bayerische Realschulabschluss zählt zu den begehrtesten Bildungsabschlüssen Deutschlands.“ Und so ein Abschlusszeugnis markiere einerseits das Ende der Ausbildung, andererseits aber auch den Anfang des nächsten Lebensabschnitts.
FOS, Lehre
und Gymnasium
Und dieser nächste Abschnitt gestaltet sich bei den 113 Absolventen, von denen 56 eine Eins vor dem Komma erreichten, unterschiedlich: FOS, Gymnasium oder Ausbildung stehen an. Dann blickte der Schulleiter zurück: „Ihr habt in den letzten 16 Monaten Eigenschaften bewiesen, die auch in Zukunft wichtig sein werden. Eure Zukunft wird ebenfalls weiterhin viele Veränderungen mit sich bringen, das Leben wird euch weiterhin vor zahlreiche Herausforderungen stellen. Aber, wer neugierig, aufgeschlossen und mutig ist, dem steht die Zukunft offen.“
Weiter sagte er: „Mit dem nun erworbenen Wissen, mit euren Fähigkeiten und eurem Engagement werdet ihr die Zukunft unserer Gesellschaft entscheidend prägen.“ Am Ende seiner Rede wünschte er den Absolventen für den weiteren Lebensweg die notwendige Neugierde, den erforderlichen Mut und das Vertrauen in sich selbst. „Ich wäre sehr stolz auf euch, wenn ihr euch couragiert gegen Ungleichheit und Ungerechtigkeit wehrt, an die Schwächeren denkt und euch für das Allgemeinwohl einsetzt.“
Landrat Otto Lederer wandte sich per Videobotschaft an die Absolventen. Er lobte das gelungene Rundumpaket Realschule. Damit hätten die Jugendlichen das Rüstzeug für die Zukunft. Während bis jetzt Lehrer und Eltern vieles abgenommen hätten, müssten die Jugendlichen nun die Zügel mehr und mehr selbst in die Hand nehmen und Entscheidungen für die Zukunft treffen. Lederer lobte aber auch die Selbstdisziplin der Schüler beim Lernen während Corona: „Dafür gebührt euch mein größter Respekt.“
„Das Schuljahr war wie eine Achterbahnfahrt“ so die Vertreter des Elternbeirates, Nicola Gaßl und Selcuk Cevik. Die Schüler hätten diese Fahrt aber bravourös gemeistert. „Darauf könnt ihr stolz sein“. Auch Elisabeth Fischbacher, Schülersprecherin der unteren Jahrgangsstufen, wandte sich an die Schüler: „Corona brachte das Schulleben ganz schön durcheinander.“ Dann gab es endlich die ersehnten Zeugnisse – sowie eine Sonnenblume und einen Büchergutschein.