Sanierungen in der Winterpause

von Redaktion

Saisonabschluss der Freibäder in Bad Feilnbach und Au – Zahlen liegen jetzt vor

Bad Feilnbach/Au – Das Jahr sei „schon anstrengend“ gewesen. Für das Personal in den Freibädern Bad Feilnbach und Au bedeuteten die Corona-Regeln nämlich mehr Aufwand. Sie mussten sich im Vorfeld abstimmen, wie was gemacht wird, welche Formulare sie für den Eintritt verwenden sowie Desinfektionsmittel, Stifte und Schilder organisieren. „Wir mussten einen ganzen Schilderwald aufstellen“, sagt Martin Riedl, Bademeister in Bad Feilnbach.

Auf dem neuesten
technischen Stand

Der „Schilderwald“ ist weg, die Bäder sind geschlossen. In Bad Feilnbach wurden bereits vier neue Pumpen eingebaut. Die alten waren von 1979 und hatten „ausgedient“. Im Chlorgasraum haben Handwerker die Türen ausgetauscht und Fliesen ausgebessert. Auch die Beckenfolie und die Überlaufrinne werden renoviert. Im Freibad Au muss die nächsten zehn Jahre voraussichtlich nichts renoviert werden. „Wir sind auf dem neuesten Stand“, sagt Pächter Thomas Kink. Das Kinderbecken, das große Becken und die ganze Technik seien erst erneuert worden.

„Fast ein
normales Niveau“

Der Öffnung im nächsten Jahr steht also nichts im Weg. Was sich die Beteiligten für 2022 wünschen? „Eine möglichst normale Saison und dass die Bäder weiterhin so gut angenommen werden“, sagt Tourismuschefin Cornelia Weber. Thomas Kink, Pächter des Freibads in Au, erhofft sich „in erster Linie gutes Wetter. Dass es dann noch Corona-Auflagen gibt, glaubt er nicht. Auch Bademeister Riedl hofft, „dass Corona nächstes Jahr Geschichte ist.“ Die Blätter verfärben sich und fallen von den Bäumen. Jetzt liegen in der Gemeinde Bad Feilnbach nun auch die Zahlen der Freibäder vor. Die Badestätten sind indes schon in der Winterpause. Tourismuschefin Cornelia Weber blickt zurück auf eine gute Saison. Insgesamt 50000 Bürger haben die beiden Freibäder heuer besucht. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl um knapp 30 Prozent gestiegen, da die Bäder dieses Jahr mehr Tage geöffnet hatten. „Aber an die Zahlen von 2018 und 2019 kommen wir nicht hin“, sagt Weber. Eines der besten Jahre sei 2018 mit 45000 Besuchern in Bad Feilnbach und 33000 in Au gewesen. „Wir waren heuer extrem gut aufgestellt“, sagt Weber. Das Team habe damit gerechnet, schon Anfang Mai loszulegen. Aufgrund der Corona-Pandemie durften sie erst am 21. Mai aufmachen und haben am 13. September geschlossen. Die Bürger hatten also 116 Tage, um in den Bädern zu schwimmen – „fast ein normales Niveau“. Denn in den Vorjahren waren die Einrichtungen immer rund 122 Tage geöffnet. Vergangenes Jahr konnten Wasserratten jedoch nur an 80 Tagen schwimmen, weil die Freibäder aufgrund der Pandemie erst im Juni geöffnet haben.

Der Vorverkauf der Dauerkarten startet immer um Ostern. „Die Verkäufe waren am Anfang etwas zögerlich“, sagt Weber. Es habe viele Nachfragen gegeben, welche Vorgaben gelten und Ostern hätte noch niemand wissen können, wie die Situation im Mai ist. Dennoch seinen die Verkaufszahlen dann gestiegen und haben das Niveau der Vorjahre mit 360 Dauerkarten erreicht. „Die Stammgäste sind uns treu geblieben“, sagt Weber.

Wie in anderen Bädern, musste die Gemeinde die Besucherzahl auch in Bad Feilnbach und Au beschränken. 15 Quadratmeter sollten pro Gast zur Verfügung stehen. In Au waren deshalb 237 Personen zugelassen und in Bad Feilnbach 312.

In Blick auf die Besucherzahlen sei Juli der beste Monat gewesen und August wetterbedingt der schlechteste. Thomas Kink, Pächter des Freibads in Au, hätte sich besseres Wetter gewünscht. Gerade die zwei regnerischen Wochen im August seien schlecht fürs Geschäft gewesen. Er vermutet auch, dass die Corona-Regeln einige Bürger abgeschreckt und davon abgehalten haben, vorbeizukommen. „Aber viele Gäste waren froh, dass wir überhaupt aufhatten“, sagt Kink.

„Insgesamt sind wir sehr zufrieden, wie die Saison gelaufen ist. Die Stimmung war immer gut“, versichert Weber. Es sei ein relativ normaler Sommer gewesen und die Gäste hätten das genossen. Bis die Inzidenzen Ende August wieder stiegen, dann galten die 3G-Regeln in den Bädern. Die Hygieneregeln seinen „gut ausgeschildert und kommuniziert“ gewesen. Die Besucher hätten diese auch anstandslos befolgt. „Es gibt natürlich immer Ausnahmen“, sagt Martin Riedl, Bademeister in Bad Feilnbach.

Großer Mangel an Schwimmlehrern

Weil zuvor so viele Schwimmkurse in den Hallenbädern ausgefallen seien, sei die Nachfrage laut Bad Feilnbachs Tourismuschefin Cornelia Weber groß gewesen. Deshalb sei das Angebot „extrem wichtig.“ Die Gemeinde Bad Feilnbach unterstützte die Schwimmbäder, damit Kurse stattfinden konnten. In Au wurde ein Schwimmkurs angeboten. „Die Nachfrage ist enorm“, sagt auch Pächter Thomas Kink. Er hätte gerne mehr Kurse angeboten, dafür hätten jedoch die Schwimmlehrer gefehlt. Sophia Schlaghauser organisiert die Kurse im Freibad Bad Feilnbach und bestätigt das Problem: „Es fehlt hinten und vorne an Trainern.“ Schlaghauser arbeitet bereits mit zwei Kolleginnen. Dabei sei es „überlebenswichtig“, dass die Buben und Mädchen schwimmen lernten. Sie fände es wichtig, dass in den Schulen wieder Kurse angeboten werden und sich Eltern mehr damit befassen.

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