Wer hat in der Gemeinde eigentlich das Sagen? Der Bürgermeister, die Verwaltung oder der Gemeinderat? In Feldkirchen-Westerham scheint die Antwort nicht klar zu sein. Vielmehr wird der Gemeinderat immer wieder zum Marionettentheater gemacht. Nachdem der Gesindehaus-Schwarzbau auf Gut Irnberg und die Planungsänderungen am Lindenweg schon hinter dem Rücken des Gremiums das gemeindliche Einvernehmen erhielten, kommt nun der Supergau: Eine Grundschule wird geplant. Das Bauamt weiß Bescheid. Die Lehrer wissen Bescheid. Nur die Gemeinderäte nicht. Aber warum auch? Sie sollen ja nicht denken, nur die Hand heben. Diese „Projektabwicklung“ bringt das Fass zum Überlaufen. Länger dürfen die Gemeinderäte nicht dulden, dass sie wie Marionetten behandelt werden. Es ist an der Zeit, der Verwaltung klarzumachen: Sie ist ein Dienstleister der Bürger und des Gemeinderates. Mehr nicht. Das Sagen haben die gewählten Vertreter des Volkes. Zumindest in einer Demokratie.
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