„Das ist keine Luxussanierung“

von Redaktion

Ausbau der Bruckmühler Straße beginnt am Montag – Radstreifen nicht förderfähig

Bruckmühl – Es geht los! Am Montag beginnt der Ausbau der Bruckmühler Straße im Ortsteil Heufeld. Am Donnerstag erfolgte der Spatenstich für den ersten Bauabschnitt vom Weihenlindener Kreisel bis zur Fußgängerampel an der Justus-von-Liebig-Schule Heufeld. Die Ausbaulänge beträgt 520 Meter. Die Kosten belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro.

Die Straße wird künftig eine Fahrbahnbreite von sechs Metern und beidseitige Gehsteige von jeweils zwei Metern haben. Die Bushaltestelle wird im Zuge der Bauarbeiten von der Weihenlindener Straße etwa 60 Meter nach Osten verlegt, da dort ausreichend Platz vorhanden ist, um sie barrierefrei zu gestalten. Die Ausführung sämtlicher Übergänge und Haltestellen erfolgt barrierefrei. Im Rahmen der Bauarbeiten werden auch bestehende Ver- und Entsorgungsleitungen sowie die Straßenbeleuchtung mit verlegt, erneuert oder saniert. Auch Leerrohren für den Glasfaserausbau kommen in die Erde.

Mit der Planung ist das Rosenheimer Ingenieurbüro Roplan betraut. Die Bauarbeiten übernimmt die Pfeiffer Baugesellschaft mbH Rosenheim. Die Fertigstellung ist für Ende August geplant. „Dieser Straßenausbau ist keine Luxussanierung“, unterstrich Bürgermeister Richard Richter beim Spatenstich und bedauerte: „Leider war unser guter Gedanke für einen Radfahrstreifen nicht durchsetzbar.“ Die Wunschvariante der Bruckmühler sah beidseits einer 4,50 Meter breiten Straße einen 1,50 Meter breiten Gehweg und einen 1,25 Meter breiten Radschutzstreifen vor. Da es sich dabei aber nur um gesetzlich festgelegte Mindestmaße handelte, erkannte die Regierung Oberbayern diese Variante nicht als förderfähig an.

„Bei einer gesamten Ausbaulänge von zwei Kilometern sind Einschränkungen für die Anwohner leider nicht vermeidbar“, warb der Bürgermeister um Verständnis. Der zweite Bauabschnitt soll 2023 realisiert werden. Er beginnt an der Justus-von-Liebig-Schule und geht bis zur Kreuzung von Justus-von-Liebig-Straße sowie Fraunhofer- und PfarrerLoidl-Straße. Für den zweiten Bauabschnitt werden die Kosten aktuell auf 3,1 Millionen Euro geschätzt.

Umleitung über Oskar-Maria-Graf-Straße

Der Verkehr zu Schule und Kindertagesstätte wird über die Oskar-Maria-Graf-Straße umgeleitet. Dafür wird die Durchfahrt zur Hans-Scheibmaier-Straße geöffnet. Der Markt Bruckmühl bittet die Eltern, die ihre Kinder mit dem Pkw bringen und holen, die Zufahrt über die Pettenkofer Straße zu wählen, damit die Kinder den kleinen, aber sicheren Fußweg über das Schulgelände nutzen können. Dies würde für eine enorme Entlastung des Busverkehrs an der ohnehin engen Zufahrt über die Oskar-Maria-Graf-Straße sorgen. Der Schulweg wird über die Baustelle in abgesicherten Bereichen gewährleistet. Ausweichparkplätze für Schule und Theaterhalle werden auf der Wiese an der Oskar-Maria-Graf-Straße eingerichtet. Fragen beantworten Ruth Url und Sabine Richter von der Tiefbauabteilung unter Telefon 08062/59431 oder 59405.

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