Au – Die Auer Musi hat mit ihrem Jahreskonzert das Publikum begeistert. Am Ende zweier Konzertabende bestätigten Liebhaber der Blasmusik zurecht ein Zitat des Ansagers Martin Gasteiger: „Musikanten sind doch die besseren Sportler.“
Der Moderator Gasteiger erzählte Wissenswertes über Komponisten und Arrangeure. Mit selbst verfassten, heiteren und auch nachdenklichen Sprüchen erfreute er die Besucher. Als die am weitesten entfernten Fans waren die Eheleute Volker und Roswitha Schmullius aus Berlin zum Konzert gereist.
Eine musikalische Weltreise mit sportlichen Herausforderungen hatten sich Dirigent Michael Mayer sowie seine „spielerische“ 34-köpfige Mannschaft ausgesucht und in den vergangenen Wochen einstudiert. Angesichts des großen Applauses entsprach die Route ganz dem Geschmack der Mitreisenden im Zuschauerraum.
Für einen beschwingten Start sorgte das Stück „Take off“ von Alexander Pfluger mit anschließendem Kurzaufenthalt beim irischen Komponisten Ronan Hardiman mit Höhepunkten aus der sportlichen Tanzshow von Michael Flatley zu „Lord of the Dance“. In Oberösterreich angekommen, genauer im Burgenland, schwärmte Blasmusikkomponist Thomas Zsivkovits, auch „Schiffko“ im Dreivierteltakt, von seinem „Glücksdrachen“.
Die Auer Musi baut auf talentierte und vielseitige Interpreten, wie auf den Jungschlagzeuger Sebastian Gasteiger. Dieser stellte mit einer „Schreibmaschine“ als besonderes Musikinstrument bei seinem Solostück „The Typwriter“ von Leroy Anderson sein Können unter Beweis. Die Freude an ihrer Leidenschaft bestätigte die „Musiker-Crew“ – Zitat von Gasteiger – mit der Polka „Wir leben Blasmusik“ von Peter Leitner und dem Konzertmarsch „Dynamik“ von Jindrich Pravecek.
Mit dem Konzertmarsch „Tempus est“ bestätigte die Auer Musi das Talent des Dettendorfers Korbinian Schweiger als Komponist beschwingter Blasmusikstücke. Für Märsche, Solos und Konzertmusik, teils modern und teils klassisch, sorgte „Classy Session for Band“ von Karl Safaic.
Sodann trafen die Blasmusikkünstler auf „Aladdin“ und plauderten in einem Medley über Walt Disneys Zauberwelt. In Gedanken an die Heimat befand sich Josef Schlemer beim Solo für Tuba in der Komposition von Herbert Hornig „Für Theresa“. Allmählich wieder auf dem Heimflug, hieß es beraten über Erinnerungen zur „Archivisten Polka“ von Markus „Nimsi“ Nimmervoll.
Schließlich glückte die Landung auf dem Rollfeld beim „Marsch vom edlen Volk“ des aus dem Allgäu stammenden Komponisten Hannes Guggenmos. Musikalische Zugaben rundeten den gelungenen Abend ab.