Tuntenhausen – Bei der jüngsten Vorstellung des Vermögenshaushaltes 2024 und der Finanzplanung der Jahre 2023 bis 2027 im Tuntenhausener Gemeinderat herrschte Zufriedenheit. Die Gemeinde bleibt schuldenfrei und finanziert alle notwendigen Investitionen selbst. Bürgermeister Georg Weigl (CSU/FW) lobte die Vorsicht der Kämmerei bei den Ansätzen und Ausgaben und wies auf die im Jahr 2024 deutlich steigende Kreisumlage von 5,1 Millionen Euro hin, gegenüber 4,4 Millionen Euro im Vorjahr.
„Der Landkreis stemmt für uns viele soziale Leistungen“, sagte Weigl, wies jedoch auch auf das Krankenhausdefizit von rund 26 Millionen Euro hin. Kämmerer Andreas Marx erläuterte den Räten das umfangreiche Zahlenwerk. Gegenüber dem Vorjahr sind Mehreinnahmen von 900000 Euro zu verzeichnen. Für 2024 plant die Gemeinde Investitionen in Höhe von 10710000 Euro.
Die größten Posten sind mit insgesamt 6,5 Millionen Euro Grundstückskäufe und der DSL-Ausbau. Bei beiden stehen jedoch fast in gleicher Höhe auch Zuschüsse beziehungsweise Grundverkäufe gegenüber. 370000 Euro sind für die Abwasserbeseitigung eingeplant und 350000 Euro für die Querungshilfe in Schönau. 300000 Euro erfordert die Planung für den Kindergarten Ostermünchen. Das Investitionsprogramm der Folgejahre sieht dann in 2025 erneut den DSL-Ausbau sowie Grundstückskäufe und -verkäufe vor.
Für die neue Kläranlage in Ostermünchen sind 3530000 Euro eingeplant. 1250000 Euro sind für die Erweiterung des Gewerbegebietes Oberrainer Feld vorgesehen. Ein Großprojekt wird der Kindergarten Ostermünchen mit zwei Millionen Euro in 2025 und weiteren zwei Millionen in 2026. Für die Ganztagsbetreuung plant man in Tuntenhausen 2025 eine Million Euro ein. Somit ergibt sich in 2024 ein Vermögenshaushalt von 1071000 Euro. Zur Finanzierung dieser Summe ist eine Entnahme von 2624000 Euro aus den Rücklagen notwendig, für 2025 weitere 3584000 Euro und für 2026 2808000 Euro. Weigl zeigte sich stolz, dass die Investitionen in diesem und im nächsten Jahr aus den Rücklagen finanziert werden können. Der Gemeinderat stimmte dem Entwurf des Vermögenshaushaltes 2024 und der Finanzplanung der Jahre 2023 bis 2027 ohne Diskussion einstimmig zu.