„Alles ist Eins. Außer der 0.“ von Klaus Maeck und Tanja Schwerdorf

von Redaktion

„nonfiktionale“ zeigt Film über „Chaos Computer Club“

Bad Aibling – Der Dokumentarfilm „Alles ist Eins. Außer der 0.“ von Klaus Maeck und Tanja Schwerdorf wird morgen auf der „nonfiktionale“ gezeigt. Vorab schrieben Bad Aiblinger Gymnasiasten folgende Filmkritik:

Wau Holland gründete gemeinsam mit verbündeten Hackern im September 1981 durch eine Kleinanzeige in der Tageszeitung taz den „Chaos Computer Club“ (CCC), eine weltbekannte Hackervereinigung. Ihre Ziele waren beispielsweise der Aufbau eines eigenen Datennetzwerks für eine bessere Kommunikation ohne staatliches Eingreifen.

Der Film besteht hauptsächlich aus authentischem Filmmaterial aus Interviews des CCCs, welche die Regisseure Maeck und Schwerdorf gut in den Dokumentarfilm integrierten. Ein stimmiger und unterhaltsamer Einsatz von Musik und Clips sorgt für eine interessante Handlung. Dadurch gelingt es den Regisseuren, die ernsten Themen des Films auszugleichen, ohne an Wirkung zu verlieren. Die plötzlichen Szenensprünge und Rückblenden von berühmten Persönlichkeiten, wie Albert Einstein, David Bowie, Mark Zuckerberg oder Boris Becker, sind positiv überraschend.

Obwohl der Inhalt des Films gelungen ist, scheint die Länge zeitweise nie zu enden. Dies macht es mühsam, den Fokus zu behalten, wirkt am Ende etwas ermüdend. In einigen Aufnahmen ist es schwierig, tatsächliche Ereignisse von Schauspielerei zu unterscheiden. Dies führt öfters zu Verwirrung. Obwohl etwas langatmig, ist der Dokumentarfilm dennoch in der Lage zu interessieren und zu informieren. Der Streifen schafft es, den CCC und seine Geschichte zu vermitteln und in Erinnerung zu rufen. Naima Meyer und Nina Bradaric

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