Die Wahrheit über diedeutsche Nukleargeschichte

von Redaktion

„Sonne unter Tage“ von Mareike Bernien und Alex Gerbaulet

Bad Aibling – Der für den besten Experimentalfilm nominierte Streifen „Sonne unter Tage“ erzählt die verborgene Wahrheit über die deutsche Nukleargeschichte. Gezeigt wird er heute auf der „nonfiktionale“. Vorab schrieben Bad Aiblinger Gymnasiasten folgende Filmkritik:

Es wird tief in der Vergangenheit gegraben, um die bisher so gut wie ungeklärten Geschichten des Urans, der Uranfunde in Sachsen und der sowjetischen Wismut AG, die für das Atomwaffenprogramm der UdSSR Uran erwirtschafteten, klarer zu machen. Die Kunst des Films jedoch ist, es so darzustellen, als sei es ein Puzzle, dass man Stück für Stück löst.

Das Werk von Mareike Bernien und Alex Gerbaulet ist auf verschiedene Weise interessant wie skurril. Ein Narrativ, zusammengestellt aus Fragen und Antworten, wird von einer eher monotonen Stimme erzählt, die in der Kombination mit den dunklen und eher kalten Videoabschnitten, die im Hintergrund stehen, ein eher mulmiges Gefühl mitgibt. Der mysteriöse und düstere Effekt bleibt im ganzen Film bestehen und nimmt das Publikum mit auf die Zeitreise, die vorerst hin und her springt und sich nach einer bestimmten Zeit fängt. Der Fokus besteht darin, das Publikum die Geschichte richtig mitfühlen zu lassen. Der Dokumentarfilm scheint auf den ersten Blick zwar langweilig zu sein, da es kein konventioneller Film ist, wirkt er jedoch ganz anders, wenn man sich auf die im Film dargestellten Gedankengänge einlassen kann. Marian Böhm und Emilian Rusch

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