Bad Feilnbach – Ein verführerischer und leicht bestechender Blick sowie freundliche Charakterstärke gehören zu den Wesensmerkmalen von Dackelhunden. Ergänzend noch ein elegant bezirzendes Erscheinungsbild auf dem Laufsteg und schon sind Tür und Tor geöffnet, um als schönster Hund am Schluss mit Pokal und Leckerli gefeiert zu werden. So geschehen im Rahmen der diesjährigen Dackelzuchtschau der Sektion Wendelstein im Bayerischen Dachshundklub im Gasthaus Weingast in Kematen. Eingeladen hatte die Vorsitzende Anni Lindlmaier, deren Team aus dem Vorstand Unterstützung für die Durchführung leistete.
Als Zuchtrichterin fungierte heuer Iris Steigmüller aus Alpirsbach-Peterzell in Baden-Württemberg mit der schwierigen Aufgabe, den Sieger der teilnehmenden Vierbeiner zu ermitteln. Wie schon im Jahr 2023, wurden zur Wahrung des Prinzips der Gleichstellung und ohne Neid innerhalb der vierbeinigen Spezies aufkommen zu lassen, die Sieger in den Kategorien „Jüngster Hund“ und „Junghund“ sowie in den jeweiligen Haararten ermittelt und gekürt. Für die beste Performens in der Wertungsklasse „Schönster Jüngstendackel“ wurde „Volscidachs Mi Fai Impazzire“ von Frauchen Isabell Marchietti ausgezeichnet. Ausschlaggebend für den Siegertitel in seiner Gruppe war für den Zwerg-Kurzhaar die besondere leichte Fellzeichnung, die auch „Merle-Gen“ bezeichnet wird, mit dem der Hund geboren wurde.
Frauchen Franziska Moser beglückte ihren „Ari vom Zieglerhof“ mit Pokal, Bussi und Leckerli für den Titel „Schönster Junghund“ in der Altersgruppe unter 15 Monaten. Die Konkurrenz in der Gattung „Kurzhaar“ abblitzen ließ die 17 Monate alte „Kiki vom Weidholz“ zur Freude ihrer Besitzerin Ursula Flickiger. Den schönsten Bart unter den Rauhaardackeln, verbunden mit exzellentem Formwert und verführerischem „Catwalk“ auf dem Laufsteg, hatte Rauhaar-Dame „Finni vom Chamer Steinbruch“, die ihrem Frauchen Ines Neugebauer mit einem Küsschen dankte. Seinem Frauchen Elisabeth Mandlik gab der 15 Monate alte „Poldi“ zu verstehen, dass er als schönster Langhaardackel im Kemater Saal gefeiert werden will.
Die Wertung erfolgte nach den geltenden Regeln des Deutschen Hundezüchterverbandes. Für eine Zuchtzulassung mussten die Hunde mindestens neun Monate alt sein und Rüden entsprechende Voraussetzungen erfüllen. Geprüft wurden Impfnachweise, das Tragen eines implantierten Chips als Registrierungsnachweis und – soweit vorhanden – Ahnentafeln.
Geduldig und hingebungsvoll ließen sich die Dackel ihr Gebiss auf Vollständigkeit untersuchen, den Bauchumfang messen und die Formschönheit feststellen. Beim Rauhaar spielte zudem der typische Bart eine wichtige Rolle. Entscheidende Punkte brachten spannende Laufrunden auf dem Parkett. Perfekte Körperhaltung vom Fang bis zur Rute, dazu passendes Führen der Pfoten, ließ manche Konkurrenz vor Neid erblassen oder das Herz samt Rute des anderen Geschlechts höherschlagen.
Für die richtige Bewegung war das Zusammenspiel mit der Führungsperson oberhalb der Leine oberstes Gebot. In gespannter Erwartungshaltung wartete der treue Begleiter und Frauchen oder Herrchen auf das Urteil, das mit „sehr gut“ oder „vorzüglich“ und bei jungen Hunden mit „vielversprechend“ ausfiel.