Heut ist die gute alte Zeit von morgen

von Redaktion

Drei Einakter von Karl Valentin begeistern Theaterpublikum in Ostermünchen

Ostermünchen – Drei Einakter von Karl Valentin präsentiert das Theater des Trachtenvereins Almarausch in diesem Jahr. Nach zahlreichen Probenwochen fand am vergangenen Wochenende die Premiere statt. Die Besucher, die sich an die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen erinnert fühlten, zeigten sich zufrieden.

Ein Garant
für vollen Saal

Karl Valentin, geboren als Valentin Ludwig Fey am 4. Juni 1882 in München, lernte 1911 seine Bühnenpartnerin Elisabeth Wellano kennen. Sie wurde 1892 ebenfalls in München geboren und erhielt von Valentin den Künstlernamen Liesl Karlstadt. Die beiden herausragenden Volksschauspieler feierten insbesondere zwischen den beiden Weltkriegen große Erfolge. Die Beliebtheit des bayerischen Komikers, Volkssängers und Autors zeigte sich im Kartenverkauf. Die Premiere, sowohl am Nachmittag als auch am Abend, war ausverkauft. Auch für die weiteren Aufführungen wird ein volles Haus erwartet. Harry Filipitsch, der die Theaterleitung innehatte und im Stück „Die Orchesterprobe“ selbst mitspielte, zeigte sich ebenfalls zufrieden. In diesem Stück entstehen groteske Gefechte zwischen Taktstock, Masskrug und Geigenbogen – Lachen ist vorprogrammiert. „Die Orchesterprobe“ gehört zweifellos zu den Klassikern des Repertoires von Karl Valentin (gespielt von Harry Filipitsch) und Liesl Karlstadt (Sonja Niedermaier). Es ist auch der Höhepunkt der diesjährigen Aufführung.

Ob Trompeter oder Violinist, am Ende sogar Schlagzeuger – Valentin treibt mit seinen ständigen Unterbrechungen und Provozierungen den Kapellmeister zur Verzweiflung. Schwungvolle und skurrile Musik erheitern das Ganze.

„Im Photoatelier“ war das zweite Stück. Der Betreiber eines Fotoateliers überlässt sein Geschäft für eine kurze Abwesenheit seinen Gesellen. Doch diese sind äußerst kreativ darin, die Kundschaft nicht, oder ins falsche Licht zu rücken.

„An Bord“ ist das dritte Stück, das in einer einfachen Bierwirtschaft spielt. Karl Valentin, in der Rolle des ehemaligen Matrosen Kammerl, mischt sich ein und will vom Prahlhans gegenüber wissen, was „an Bord“ auf Spanisch heißt. Die Situation eskaliert. Sanitäter müssen gerufen werden. Am Ende wird der Sanitäter in Umkehrung der Verhältnisse vom Betrunkenen herausgetragen.

Starker Beifall war den 14 Schauspielern sicher. Zufrieden zeigten sich auch Regisseur Klaus Bauer, Souffleuse Annalena Jedlicka und die beiden Techniker Stefan Strauß und Stephan Niedermaier.

Restkarten sind
noch verfügbar

Die weiteren Aufführungen finden heute, Freitag, Samstag, 16. März, Freitag, 22. März, und Samstag, 23. März, jeweils um 20 Uhr statt.

Es sind noch einige Karten verfügbar und auch wenn das Buchungssystem ausverkauft meldet, gibt es an der Abendkasse jeweils noch ein kleines Kontingent an Karten.

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