Bad Feilnbach/Kematen – Kreuzwege bieten gläubigen Christen in der Fastenzeit und an den Kartagen die Möglichkeit, den Leidensweg Jesu an einzelnen Stationen andachtsvoll nachzuvollziehen. Seit Aschermittwoch bis voraussichtlich zum Weißen Sonntag gibt es in Kematen in der Gemeinde Bad Feilnbach einen „Osterkreuzweg“. Auf diesem wandelte Peter Strim, freier Mitarbeiter des Mangfall-Boten, mit den Mitgliedern des Pfarrgemeinderats Kematen-Dettendorf Andrea Mark, Maria Michalke und Lilli Grimm. Ebenfalls dabei waren deren Nachwuchspilger im Kindergartenalter: Elisabeth, Marina und Jakob. Die Strecke, ausgehend an der Pfarrkirche St. Martin in Kematen, führt auf einer Länge von 1500 Metern mit 110 Höhenmetern zum Gipfelkreuz auf dem Eckersberg. An 13 Stationen laden Kreuze und Erklärungen zum andachtsvollen Verweilen und Innehalten ein. Das Vorhaben „Osterkreuzweg“ entstand vergangenes Jahr auf Anregung der Familien- und Kindergottesdienstgruppe in einer Sitzung des Pfarrgemeinderats. Die Vorbereitungen begannen kurz vor Weihnachten mit Unterstützung von Mitgliedern der Pfarreien Kematen und Dettendorf. So entstanden mithilfe fleißiger Ministranten, Kommunionkinder sowie Familien und Bürgern aus den Pfarreien kunstvoll gestaltete Kreuze. Ebenso leisteten die Schule Au, der Kindergarten St. Martin Au und Pfadfinder ihren Beitrag an der Umsetzung des Projekts. Als Ziel verfolgten die Ideengeber, Kindern und Jugendlichen das Thema Passion altersgerecht zu vermitteln.
Die Kreuze und Hinweisschilder befinden sich auf Augenhöhe der jungen Betrachter, auch um sich für ein kurzes Gebet Zeit zu nehmen. Der Leidensweg und der Tod Jesu endet den Evangelien zur Folge mit seiner Auferstehung am dritten Tage. Für Christen ist es ein angestrebtes und verheißenes Ziel, welches das große Gipfelkreuz auf dem Eckersberg ausdrücken soll. Die letzten Meter bis zum Endpunkt werden begleitet von leichten Klappergeräuschen. Diese stammen von unzähligen bemalten Ostereiern in Form dünner Holzplättchen ehemaliger Pilger. Als eine Art Gipfelbuch zeugen sie von einer hervorragenden Annahme des Osterkreuzwegs.
Wie Andrea, Maria und Lilli während ihrer regelmäßigen Kontrollwanderungen überaus zufrieden feststellten, waren Kindergärten, Schulklassen, Erstkommunionkinder, Firmlinge, Mitglieder aus den Pfarreien des Pfarrverbandes Maria Morgenstern sowie Gäste hier schon unterwegs. pes