Bad Aibling – Zur Jahresversammlung haben sich die Mitglieder des Rauchklubs und Sterbekassenvereins Bad Aibling getroffen. Dabei fanden Neuwahlen statt. Otmar Kießling und seine Frau Anna, die die Ämter des Vorsitzenden und der Stellvertreterin sowie des Hauptkassiers in den vergangenen Jahren ausgeführt hatten, teilten der Versammlung vorab mit, dass sie nicht mehr zur Verfügung stehen. Somit galt es, einen neuen Vorstand zu ermitteln.
Doch in der Versammlung wurden keine Nachfolger gefunden. Somit ist nun in der Bezirksvereinigung zu beraten, wie es mit dem Verein weitergeht.
Er ist der Älteste der Ortsvereine, welche in der Bezirksvereinigung noch Bestand hatte. Sollten sich in den nächsten Wochen keine Mitglieder finden, die diese Ämter übernehmen, droht dem 1875 gegründeten und damit traditionsreichsten der fünf Rauchklubs und Sterbekassenvereine im Altlandkreis Bad Aibling die Auflösung. Doch es gab auch eine schöne Seite in der Versammlung: Einige Mitglieder wurden für ihre lange Vereinstreue geehrt. Unter ihnen befanden sich Maria Bittl, die für 25 Jahre, Wilfried Kriegel, der für 40 Jahre, sowie Annemarie und Josef Rieder, die für 50 Jahre belobigt wurden. Franz Brandner ist seit sechs Jahrzehnten dem Verein treu, das Bezirksehrenmitglied Klara Weiss seit 65 Jahren.
Auch Jakob Schöberl war anwesend, der für seine sage und schreibe 70 Jahre währende Vereinstreue geehrt wurde.
Mitgliederzahl
ist gesunken
Im weiteren Verlauf der Versammlung berichteten der Vorsitzende Otmar Kießling sowie der Bezirksvorsitzende Anton Brenner über die Geschehnisse im Ortsverein und der Bezirksvereinigung. Die Zahl der Mitglieder im Verein sei auf 378 Mitglieder gesunken. Dennoch könne man kaum noch Menschen für diesen Verein begeistern.
Wie es mit dem Traditionsverein nun weitergeht, könnte möglicherweise bei der bevorstehenden Bezirksgeneralversammlung am Samstag, 13. April, um 14 Uhr im Waldschlössl in Waldheim verkündet werden. re