Bad Feilnbach – Ein „Rekordjahr“ liegt laut Kommandant Johannes Roth hinter der Feuerwehr Bad Feilnbach. Zu 91 Einsätzen rückten die Kameraden aus. Laut Statistik sind das im Vergleich zum Jahr 2022 zusätzliche 19 Einsätze. Die Zahlen präsentierte der Kommandant anlässlich der Jahresversammlung.
Anstieg bei Ersthelfer-
Alarmierungen
Einen Grund dafür sieht Roth in der neuen Alarmierungsordnung bei den Ersthelfer-Einsätzen. „Wir werden oft zu den Einsätzen zusätzlich alarmiert, obwohl der in Bad Feilnbach stationierte Rettungswagen deutlich schneller vor Ort ist“, zeigte er sich nicht glücklich über die neue Regelung. Von 50 Einsätzen der technischen Hilfeleistungen waren 17 eine Ersthelfer-Alarmierung – 2022 erfolgten zwei Ersthelfer-Alarmierungen.
Darüber hinaus finden sich 27 Einsätze in der Kategorie „Brand“ in dem Zahlenwerk: „Von den 27 Brandeinsätzen waren 25 eine Brandmeldeanlage. Nur zwei davon sind auf eine tatsächliche Rauchentwicklung zurückzuführen“, so Roth. Bei den anderen 25 handelt es sich um Täuschungsalarme aufgrund mangelnder technischer Wartung. „Die Gemeinde stellt jeden der Einsätze den Betreibern in Rechnung“, erklärte der Kommandant, in der Hoffnung auf eine bessere Wartung der Anlagen.
Doch auch bei erfreulichen Anlässen waren die Feuerwehrler im Einsatz: 13-mal sicherten die Kameraden Umzüge ab, wie bei der Erstkommunion oder beim Martinszug, und leisteten Sicherheitswachen, beispielsweise beim Apfelmarkt oder beim Waldadvent.
„Mit 1844 Einsatzstunden und 1622 Übungsstunden haben wir insgesamt 3466 Stunden Dienst am Nächsten geleistet“, fasste Roth die Zahlen zusammen. Auch beim Vereinsgeschehen dürfte 2023 als ein besonderes Jahr in die Chronik der Floriansjünger eingehen.
Das Jubiläum anlässlich des 150-jährigen Bestehens prägte das vergangene Jahr. Zudem gab’s zahlreiche weitere Aktivitäten wie die Teilnahme an Ortsturnieren, der Besuch des Herbstfestes oder die Beteiligung an Feuerwehrfesten in der Region.
Positiv fiel der Bericht des stellvertretenden Jugendwartes Werner Gruber aus, der mit seinen Helfern derzeit 15 Jugendliche auf den Einsatzdienst vorbereitet.
Jugend ist gut aufgestellt
Über 24 Übungen, sechs Abende zur Vorbereitung auf den Wissenstest, die Teilnahme am Kreisjugendfeuerwehrtag und sechs Ausflüge wusste der Jugendwart zu berichten. Besonders freute sich Gruber über die Beteiligung der Jugend beim Jubiläum der Wehr.
Aktuelle Informationen aus der Inspektion brachte Kreisbrandinspektor Max Goldbrunner mit. Der zum Zeitpunkt der Versammlung noch amtierende Bürgermeister Anton Wallner nutzte die Gelegenheit, um sich zu verabschieden und auf die vergangenen sechs Jahre seiner Amtszeit zurückzublicken, in der zahlreiche Investitionen in die vier Feuerwehren erfolgten. Er bedankte sich auch vor allem für den Einsatz und die gute Zusammenarbeit unter den Ortsfeuerwehren.