Heiliges Grab in Kematen lädt zum Gebet

von Redaktion

Enthüllung der Darstellung findet am Karfreitag statt

Bad Feilnbach – Nach gutem Brauch lädt das Heilige Grab in der Pfarrkirche St. Martin in Kematen an den beiden Kartagen zum Gebet. Enthüllt wird die Darstellung vom geschändeten Korpus Christi nach seinem Leidensweg und Kreuzestod am Karfreitag, 29. März, im Anschluss an die Liturgie, die um 15 Uhr beginnt und mit anschließender Grabwache um 21 Uhr endet. Am Karsamstag ist das Grab allen Gläubigen von 9 bis 14 Uhr zugänglich.

Seit 2005 steht das dortige Heilige Grab im Mittelpunkt der Kreuzesverehrung und zieht zahlreiche Besucher christlichen Glaubens an. Für den liebe- und andachtsvollen Aufbau zeichnet die bäuerliche Familie Singer aus Unterhofen verantwortlich. Sie sorgt sich auch um die Pflege und den Erhalt aller benötigten Teile.

Chroniken der Kemater Kirchenverwaltung zur Folge, wurde im Gotteshaus am Fuße des Eckersbergs schon in früheren Jahren das Heilige Grab aufgebaut. In Folge des „Zweiten Vatikanischen Konzils“ und damit verbundenen Liturgiereform zu Auferstehungsfeiern in der Osternacht, wurde der Brauch 1963, wie in vielen anderen Pfarreien der Brauch, auch in Kematen auf Anordnung damaliger Geistlicher abgeschafft.

Dornröschenschlaf
währte sehr lange

Der alte Aufbau, eingelagert im ehemaligen Kemater Pfarrhaus, erlebte über 40 Jahre hinweg eine Art Dornröschenschlaf, der nicht ohne Folgen blieb. Der Zahn der Zeit nagte an vielen Originalteilen und sorgte für marode und schlechte Zustände. Lediglich der Korpus Christi und die bunten Glaskugeln, aus dem 16. Jahrhundert stammend, waren weitgehend unversehrt geblieben.

Gefüllt sind die Kugeln mit Wasser in den Farben, wie sie bei Ostereiern verwendet werden. Die strahlende Wirkung besorgten Beleuchtungskörper, die hinter den Gläsern angeordnet sind. pes

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