Feldkirchen-Westerham – Die Erdbauarbeiten am Hochwasserrückhaltebecken (HWRB) Feldolling in der Gemeinde Feldkirchen-Westerham nähern sich nach viereinhalb Jahren Bauzeit ihrem Ende. Darüber informierte das Wasserwirtschaftsamt (WWA) Rosenheim. Es teilt mit, dass noch rund 20000 Kubikmeter Dammmaterial verbaut werden müssen, dann ist die Lücke auch im nordöstlichen Bereich, in der Nähe zur Brücke östlich des Bauhofs in Feldolling, geschlossen. „Insgesamt sind in diesen viereinhalb Jahren 650000 Kubikmeter Dammmaterial verbaut worden“, teilt das WWA mit, was umgerechnet etwa 45000 Lkw-Ladungen entspricht.
Weil zwischenzeitlich am Einlassbauwerk in Schwaig auch die zwölf sogenannten Schützentafeln eingebaut wurden, ist das Rückhaltebecken in sich quasi geschlossen. Dadurch wird verhindert, dass Hochwasser unkontrolliert in den Beckenbereich einströmen kann, sodass die Dammlücke nunmehr geschlossen werden darf.
Derzeit wird parallel dazu als nächstes Los das „Auslassbauwerk Unterwasserbecken“ ausgeschrieben, das nach aktuellem Bauzeitplan bis Mitte 2026 fertiggestellt ist. Beim bisher letztmaligen Extrem-Hochwasser im Jahr 2013 hatten die Mangfall und die Leitzach kritische Pegelstände erreicht, die damals möglicherweise zum Öffnen des Einlaufbauwerks in Schwaig bei Feldolling geführt hätten.
Wegen des seinerseits noch nicht gebauten Hochwasserrückhaltebeckens hatte das Hochwasser in allen angrenzenden Gemeinden und Städten – Bruckmühl, Bad Aibling, Kolbermoor und Rosenheim – Schäden in Millionenhöhe verursacht.me