Bruckmühl – Im Jahr 1964 erklangen für Leonhard und Irene Halmanseger in der Wallfahrtskirche Birkenstein die Hochzeitsglocken – jetzt feierten sie im Bruckmühler Ortsteil Mittenkirchen ihre diamantene Hochzeit.
Leonhard Halmanseger kam im früheren Bruckmühler Krankenhaus zur Welt, ging in Vagen zur Schule und arbeitete bis zum 18. Lebensjahr auf dem elterlichen Bauernhof in Mittenkirchen. Danach absolvierte er eine Lehre bei der Vagener Zimmerei Schmid. Von dort wechselte er zum Leitzachwerk Vagen, wo er bis zum Renteneintritt beschäftigt war.
Seine Frau Irene ist in Glonn geboren und wurde nach ihrer Schulzeit in der Steuerkanzlei Tiefl in Vaterstetten zur Steuergehilfin ausgebildet. Später war sie als Lohnbuchhalterin bei der „Münchener Wach- und Schließgesellschaft“ und beim Zuchtverband Miesbach als Milchmesserin tätig. Kennengelernt hat sich das „Diamant-Paar“ im Jahr 1957, als Irene des Öfteren eine Tante in Mittenkirchen in der Nachbarschaft der Halmanseger besuchte.
Als frisch getrautes Paar bezogen die beiden 1964 ihr neu erbautes Eigenheim in Mittenkirchen. Aus der Ehe gingen zwei Kinder, drei Enkel und zwei Urenkel hervor. Mit dem plötzlichen Tod ihres Sohnes im Jahr 2010 musste das Paar einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen.
Leonhard Halmanseger engagiert sich für die Mittenkirchener Dorfgemeinschaft, die er mitgegründet hat. Außerdem hat er das alljährliche „Christkindlanblasen“ in der örtlichen Kirche St. Nikolaus ins Leben gerufen. Jahrzehntelang war die Blasmusik mit den Instrumenten Posaune und Bass-Flügelhorn seine Leidenschaft. Er spielte über 50 Jahre lang bei der „Dreder Musi“, gehörte mehr als 60 Jahre der Blaskapelle Vagen an und war auch viele Jahre aktiv bei den „Mangfalltaler Musikanten“.
Sein musikalisches Hobby führte ihn unter anderem nach Malaysia, Florida und in die Ukraine. Sein weiteres Lieblingsinstrument war das Alphorn. Er ließ es nicht nur bei den „Mittenkirchener Alphornbläsern“ erklingen, sondern baute die „XXL-Instrumente“ selber. Inzwischen hat er alle Blasinstrumente an den berühmten Nagel gehängt, dafür aber das Zitherspielen wiederentdeckt.
Seine Ehefrau Irene war gerne Hausfrau und pflegte mit Hingabe den Garten, insbesondere die Blumen. Bürgermeister Richard Richter gratulierte dem Jubelpaar im Namen der Marktgemeinde mit einem Genusskorb, einer Orchidee und dem Galerie-Buch „Goldohrringe und Bajuwarenschwert“. Schriftliche Glückwünsche kamen vom bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und von Landrat Otto Lederer. bjn