Bad Feilnbach/Kematen – Die Theatergruppe des Trachtenvereins Dettendorf-Kematen feierte mit ihrem Stück „Da Pfenningfuchser“ im Gasthaus Weingast in Kematen eine erfolgreiche Premiere. Vor ausverkauftem Saal zog die neunköpfige Spielerschar um Spielleiterin Barbara Mayr alle Register ihres Könnens und erhielt viel Szenen- und einen begeisterten Schlussapplaus.
Zeitungspapier
fürs Häusl
Die von Peter Landstorfer verfasste Komödie handelt von dem reichen Bauern und Kiesgrubenbesitzer Rupert Knauser, der jeden Pfennig dreimal umdreht, bevor er ihn ausgibt. Das führt so weit, dass er sogar das Zeitungspapier fürs Häusl einzeln abzählt. Die Hauptrolle des Pfenningfuchsers verkörperte Martin Nagl in souveräner Weise. Er stellte übertriebene Sparsamkeit dar, ließ die Zuschauer bei gewissen Szenen mitleiden, wirkte insgesamt aber durchaus sympathisch.
Für dessen Freund Sepp Schuster macht hingegen Geld nur dann einen Sinn, wenn man es in Freude umwandelt. Diese Freuden leiblicher Genüsse setzte Sepp Schweiger bestens in Szene und hatte deshalb viele Lacher auf seiner Seite. Marin Engelsberger als Bader wurde gleich nach seinen Auftritten mit Sonderapplaus bedacht, denn sollte seine Heilkunst versagen, sei er für diesen Fall auch Totengräber – eine herrliche Ergänzung.
Drei Neulinge auf der Theaterbühne spielten die Dienstboten am Hof und machten ihre Sache perfekt: Franziska Huber als resolute Wirtschafterin Mare, Samuel Nagl als schüchterner Knecht Franzl und Maresa Huber als triezende Magd Resi. Die Theatergruppe kann sich glücklich schätzen, solche Talente in ihren Reihen zu haben.
Dann gibt es drei Personen, die es auf die Besitztümer des Pfenningfuchsers abgesehen haben: Gabi Schöpf als süßlich-gierige Nachbarin Zenta Zwager, Theresa Engelsberger als raffinierte Ordensschwester Gibmera und Martin Huber junior als geschniegelter Sparkassenleiter Gernot Nigel. Auch sie setzten ihre Rollen im Stück überzeugend und authentisch um.
In der Auswahl des Stückes und der Rollenbesetzung bewies Barbara Mayr erneut ein feines Gespür. Die von ihr verantwortete Inszenierung war kurzweilig und unterhaltsam und wurde durch passende Livemusik und das abschließend gesungene Lied „Wer a Geld hat …“ aufgewertet.
Das ansprechende Bühnenbild wurde federführend von Andreas Laböck gestaltet und von Maria Engelsberger bemalt. Für die Technik war in bewährter Weise Anton Mayr verantwortlich.
Passendes Make-up und Frisur
Die Maskenbildnerinnen Inge Impler und Maria Engelsberger sorgten für das passende Aussehen und die richtige Frisur der Spieler. Anni Wurm im Souffleurkasten gab den Darstellern im Bedarfsfall die nötige Sicherheit. Die musikalischen Einspielungen samt Pausenunterhaltung übernahm Xaver Engelsberger mit seiner Ziach.
Die nächsten Spieltermine sind Ostersonntag, 31. März sowie am Dienstag, 2., und Mittwoch, 3. April. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Alle Vorstellungen sind bereits ausverkauft. Eventuell zurückgegebene oder nicht abgeholte Karten können an der Abendkasse erworben werden.